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Bahnübergang in Untereurach: Die Straße wird verbreitert, die Andreaskreuze erhalten neuen Ampelzeichen.

Umbau des Übergangs: Warten auf die Bahn

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Der Umbau des Bahnübergangs bei Untereurach in Iffeldorf soll heuer erfolgen. Doch der Konzern tut sich schwer, Firmen zu finden. Der Bürgermeister glaubt deshalb nicht, dass die Bagger so bald anrollen.

IffeldorfDas Vorhaben hatte die Deutsche Bahn den Iffeldorfern in der Bürgerversammlung im Mai 2017 vorgestellt: Der Bahnübergang „Heuwinkl“ werde umgebaut. Ein Jahr später stehen die Arbeiten vor der Tür. Baubeginn sei voraussichtlich im Juni, berichtete Bürgermeister Hubert Kroiß in der jüngsten Bürgerversammlung. Nur, so ganz glauben, will der Rathauschef den Termin nicht: „Die kriegen keine Firmen für den Tiefbau her. Das schaut im Moment düster aus“, sagte er mit Blick auf gute Auslastung in der Branche. Aus diesem Grund ist Iffeldorfs Dorfoberhaupt wenig optimistisch: „Das wird sich auch noch verschieben.“

Wie berichtet, will die Bahn den Übergang in Untereurach als einen von sieben Standorten auf der Strecke Tutzing-Kochel auf Vordermann bringen. Dies geschieht im Zuge der Modernisierung der Steuerungstechnik im Werdenfelsnetz und auf der Kochelseebahn. 2017 nahm die Bahn das neue elektronische Stellwerk in Weilheim in Betrieb. Ende dieses Jahres soll dort ein zweites Stellwerk die Arbeit aufnehmen, dass dann die Strecke Tutzing-Kochel betreut. Die Bahn investiert jeweils rund 20 Millionen in beide Aufrüstungen.

Dafür muss auch der „Heuwinkl“-Übergang hergerichtet werden: Die Technik von „17,9“, wie die Anlage wegen ihres Kilometerstandes auf der Strecke intern genannt wird, stamme noch von 1957, hatte es vom Konzern geheißen. Geplant ist vor allem eine Verbreiterung der Straße. Zudem soll der Gehweg an der Nordseite in Richtung Wohngebiet am Faltergatte verschoben und mit einem Gleisübergang versehen werden – gesichert mit Schranke und Lichtzeichen. An der Südseite soll der Geh- und Radweg ein neues Geländer erhalten. Die Halbschranken am Übergang sollen bleiben, allerdings wird aus Sicherheitsgründen das rote Blinklicht am Andreaskreuz durch eine gelb-rote Ampel ersetzt. Diese Pläne hatte die Bahn 2017 vorgestellt. Die Kosten gab das Unternehmen nicht preis, allerdings wurde im September im Gemeinderat ein Bahn-Ansatz bekannt: rund 770 000 Euro an Gesamtkosten. Das Gremium segnete damals eine Vereinbarung mit der Bahn ab, dass sich die Kommune an einem Teil der Kosten beteiligt. Der Umbau sei eine wesentliche Verbesserung, hieß es. Wie der Bürgermeister jetzt gegenüber der Heimatzeitung sagt, steckt die Gemeinde 15 000 bis 18 000 Euro in die Gehwege. Kroiß: „Das ist eine überschaubare Summe.“ Zudem laufe ein Förderantrag.

Bei der Bahn bestätigt man Schwierigkeiten bei der Suche nach Baufirmen. Bei einer ersten Ausschreibung habe der Konzern „in der Tat kein Angebot“ für die Anpassung des Bahnübergangs an die neue Stellwerkstechnik erhalten, teilt ein Sprecher mit. „Angesichts des aktuellen Baubooms in Deutschland, speziell in Südbayern, kommt es immer wieder vor, dass wir auf Ausschreibungen seitens der Bauwirtschaft keine oder völlig überhöhte Angebote bekommen.“ Schließlich sei das Unternehmen bei der Verwendung öffentlicher Finanzmittel „auch zu einer sorgsamen Verwendung dieser Gelder verpflichtet“.

Bahn sucht noch Firmen

Zur Zeit läuft laut Bahn eine zweite Ausschreibung. Ein Zeitplan wird nicht genannt. Bei einer erfolgreichen Vergabe der Arbeiten könne der Bahnübergang wie geplant noch in diesem Jahr an die neue Stellwerkstechnik angepasst werden, so der Sprecher. Zudem sei die Inbetriebnahme der Technik bis zum Jahresende nicht davon abhängig, ob alle Bahnübergänge angepasst sind. Finanziell hat die Verzögerung keine Auswirkung auf die Kommune: „Auf die Gemeinde kommen keine Mehrkosten zu“, so der Bahnsprecher.

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