Erläuterte vor Ort die Situation: Gerhard Kerfers (l.) und weitere Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) aus Iffeldorf-Untereurach erklärten Jürgen Baumgärtner, Berichterstatter des Petitionsausschusses im Landtag (Mitte), sowie Vertretern von Polizei, Gemeinde, Landratsamt und Staatlichem Bauamt Weilheim, welche Lösungen sich die BI für die Verkehrsprobleme im Ortsteil Untereurach wünschen würden.
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Erläuterte vor Ort die Situation: Gerhard Kerfers (l.) und weitere Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) aus Iffeldorf-Untereurach erklärten Jürgen Baumgärtner, Berichterstatter des Petitionsausschusses im Landtag (Mitte), sowie Vertretern von Polizei, Gemeinde, Landratsamt und Staatlichem Bauamt Weilheim, welche Lösungen sich die BI für die Verkehrsprobleme im Ortsteil Untereurach wünschen würden.

Für mehr Sicherheit und weniger Lärm

Untereurach: „Wir sind nah an einer Lösung“

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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Seit bald fünf Jahren kämpft eine Bürgerinitiative (BI) aus Iffeldorf-Untereurach für mehr Sicherheit und weniger Lärm für die Anwohner entlang der Staatsstraße 2063. Am gestrigen Dienstag verschaffte sich nun Jürgen Baumgärtner, der beauftragte Berichterstatter des Petitionsausschusses im bayerischen Landtag, vor Ort einen Eindruck – und machte Hoffnungen auf Lösungen.

Iffeldorf – Eile konnte man Jürgen Baumgärtner am gestrigen Vormittag wahrlich nicht vorwerfen. Trotz Temperaturen deutlich über 20 Grad lief der CSU-Landtagsabgeordnete und Berichterstatter, der die Tempo-60-Petition der Iffeldorfer BI betreut, in Hemd und Sakko die Staatsstraße erst mehrere hundert Meter hinauf und dann noch mehr Meter wieder hinunter. Er ließ sich von BI-Mitglied Gerhard Kerfers ausführlich über die Verkehrsprobleme von Untereurach informieren, die konkret das Gebiet zwischen der Autobahn-Anschlusstelle Penzberg und der Abzweigung zum Ortsteil Sanimoor betreffen.

Wie berichtet, hatte die BI ihre Tempo-60-Petition Ende Juli vergangenen Jahres beim bayerischen Landtag eingereicht. Die Initiative setzt sich seit Jahren für eine Reduzierung der Geschwindigkeit an den beiden Einfahrten nach Untereurach von aktuell 70 beziehungsweise 80 auf Tempo 60 ein.

Bürgerinitiative fordert Versetzung des Ortsschilds

Außerdem fordert sie eine Versetzung des einen Ortsschilds um rund 1300 Meter bis zur Einfahrt nach Sanimoor. Durch diese Maßnahmen, so erläuterte Kerfers am Dienstag auch CSU-Politiker Baumgärtner, während neben den Männern der Verkehr auf der Staatsstraße vorbeibrauste, sollen die vielen Autofahrer, die mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit nach Untereurach hineinfahren, besser ausgebremst werden. Dadurch soll die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöht sowie die Lärmbelästigung für die Anwohner entlang der Staatsstraße reduziert werden.

Baumgärtner zeigte sich diesen Vorschlägen aufgeschlossen gegenüber. Und nachdem er fast zwei Stunden die Lage vor Ort besichtigt hatte, befand er in Richtung der BI: „Ich habe verstanden. Hier gibt es ein Problem.“ Die Forderungen der Initiative bezeichnete der Abgeordnete als „in der Summe berechtigt“.

Konkret schlug Baumgärtner Folgendes vor, das er „versuchen werde, durchzusetzen“: Da es seiner Ansicht nach „schwierig“ ist, das Ortsschild – wie von der BI gefordert – um 1300 Meter ortsauswärts zu verschieben, regte er eine Versetzung um etwa 300 Meter Richtung Staltacher Straße an. Vor dem Schild werde er sich um eine Tempo-Begrenzung von zunächst 70 sowie weiter auf Tempo 50 bemühen, um dadurch den aus Richtung Seeshaupt kommenden Verkehr schon vor dem Ortseingang Untereurach auszubremsen. Auf welche Länge diese Tempo-Begrenzungen gelten sollen, sagte er nicht.

Ab Höhe der Autobahn soll Geschwindigkeit auf 50 begrenzt werden

An der anderen Zufahrt nach Untereurach, also aus Richtung Penzberg kommend, sprach sich der CSU-Politiker schon vor dem Ortsschild für eine Geschwindigkeitsreduzierung ab Höhe der Autobahn von aktuell 80 auf dann 50 aus. Damit wäre die Forderung der BI übertroffen, die sich ja nur eine Begrenzung auf 60 gewünscht hatte.

Außerdem befürwortete Baumgärtner eine Verlängerung des Radwegs von Untereurach Richtung Penzberg sowie den Bau einer zusätzlichen Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich. „Haushaltsmittel werden wir für diese Maßnahme zur Verfügung stellen“, versprach Baumgärtner. und ergänzte: „Wir sind nah an einer Lösung.“

Die BI zeigte sich mit diesen Vorschlägen einverstanden. „Damit kann man leben“, sagte Hans-Dieter Necker. Zwar habe die Initiative bei einer Versetzung des Ortsschilds um nur 300 Meter ihr eigentliches Ziel „knapp verfehlt“, so Kerfers. Aber: „Wir sind mit jeder Verbesserung, die schnell kommt, zufrieden.“

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