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„Grundsätzlich  planen wir die ganz normale Rückkehr zum Schulalltag – mit ein paar Hygieneregeln eben“, sagt Rektorin Susanne Coldwell von der Josef-Zerhoch-Mittelschule in Peißenberg.

Umfrage zu Planungen fürs nächste Schuljahr

Der Wunsch der Schulleiter nach Normalität

Noch vier Wochen Unterricht im Krisenmodus, danach sechs Wochen Ferien – und dann soll in Bayern trotz Corona an den Schulen wieder der Regelbetrieb beginnen. So plant es das Kultusministerium. Die Schulleiter im Landkreis gehen mit Gelassenheit an die Vorbereitungen für die Rückkehr zur Normalität. Sie sehen sich aber auch für die Alternativen bei steigenden Infektionszahlen gewappnet.

Landkreis– Die wichtigste Vorarbeit für das Schuljahr 2020/21 ist von Grund- über Realschule bis zum Gymnasium im Landkreis gleich – und jahrelang geübte Normalität: Wie in jedem Jahr warten Direktoren und Rektoren auf die Zuteilung der neuen Lehrerstellen. Das sollte, so hört man aus den Schulen, bis zum Ferienbeginn geschehen. Aber es könne auch schon mal Ende August werden, betont eine kritische Stimme. Dann werden die Stundenpläne für die Jahrgangsstufen erarbeitet.

Hygienerichtlinien in Alltag einarbeiten

Neu in diesem Jahr: Hygienerichtlinien müssen in den Unterrichtsalltag eingearbeitet werden. Und ebenfalls berücksichtigt werden muss: Bei steigenden Infektionszahlen sollen die Schulen zum derzeitigen Status quo zurückkehren, also Wechsel zwischen digitalem Lernen und Schulbesuch. Im schlimmsten Fall käme es wieder zu Schulschließungen und Distanzunterricht.

„Die Priorität hat der Normalbetrieb“, beschreibt Oberstudiendirektor Bernhard O’Connor vom Welfen-Gymnasium Schongau die Planungen für das neue Schuljahr. Er geht nicht davon aus, dass es wieder zu Schließungen kommen wird, allenfalls zur Rückkehr des wechselnden Präsenz-Unterrichts: „Aber mit beiden Phasen haben wir ja Erfahrung. Wir können es dann nur noch besser machen.“ Er sieht der Zukunft an seinem Gymnasium mit gut 800 Schülern „gelassen und ruhig“ entgegen: „Auch wenn die Taktung derzeit enorm ist, eine hohe Belastung für alle, Lehrer, Schüler und Eltern.“

Für alle Fälle: Online-Angebot verbessern

Realschuldirektor Severin Hammel von der Heinrich Campendonk Realschule Penzbergdrückt das aus, was sich alle Schulleiter wünschen: „Mir wäre es natürlich am allerliebsten, wenn nach den Ferien tatsächlich alles wieder ganz normal laufen könnte.“ Er will aber für alle Fälle das Online-Angebot für seine mehr als 500 Schüler verbessern. Wie alle Schulleiter wartet auch er auf konkrete Ausführungen für den Normalbetrieb und die neuen Hygieneregeln, die derzeit laut Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) von seinem Haus und dem Gesundheitsministerium überarbeitet und dem Regelbetrieb angepasst werden.

„Grundsätzlich planen wir die ganz normale Rückkehr zum Schulalltag – mit ein paar Hygieneregeln eben“, sagt Rektorin Susanne Coldwell von der Josef-Zerhoch-Mittelschule in Peißenberg. Regeln übrigens, die von den mehr als 350 Schülern und deren Eltern leichter akzeptiert werden, als wohl an anderen Schulen: Anfang Mai ist ein Lehrer an Covid 19 gestorben. Die Betroffenheit war groß, zumal sich die Schulgemeinschaft wegen der Corona-Beschränkungen nicht von dem Verstorbenen verabschieden konnte. „Hier fragt im Moment niemand, ob Maskenpflicht sein muss.“

Kleine Gruppen haben positive Effekte

Dass es in ein paar Wochen ganz normal wieder weiterlaufen soll – das kann sich Förderschul-Rektor Alexander Rabas von der Schule am Gögerl in Weilheim noch nicht so richtig vorstellen: „Der Wunsch nach Normalität überwiegt möglicherweise die Realität.“ Der durch Homeschooling unterschiedliche Wissensstand der Schüler, der an anderen Schulen nach dem Wunsch der Politik abgefragt und angeglichen werden soll, ist für den Schulleiter kein Problem: „An einer Förderschule wird jeder Schüler an seinem Wissensstand abgeholt und nach seinen Fähigkeiten gefördert.“ Die kleinen Gruppen während der aktuellen Phase hätten sich auf die meisten seiner 170 Schüler und 20 Vorschüler eher positiv ausgewirkt.

„Noch weit weg“ ist für Rektorin Simone Schramm von der Grundschule Iffeldorf, die auch für Antdorf und Habach und damit knapp 200 Schüler zuständig ist, das neue Schuljahr. Aber nur, „weil wir es ja in jüngster Zeit zwangsläufig wiederholt geübt haben, kurzfristig zu reagieren“. Schon jetzt haben sie und ihre Lehrkräfte ein Auge auf den Lernfortschritt ihrer Schüler: „Wir versuchen, den Wissensstand anzugleichen.“ Außerdem gibt es dann auch noch Tipps für die Eltern, inwieweit sie ihre Kinder in den Ferien unterstützen können.

Alle Schulleiter werden für die Zukunft an ihren Schulen auch auf die Vergangenheit zurückgreifen können. Oberstudiendirektor O’Connor aus Schongau formuliert es für sein Gymnasium so: „Erfahrungen, die wir gesammelt haben, müssen wir nutzen und einiges verbessern.“

Ralf Scharnitzky

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