Geschichte hautnah: DDR-Bürgerrechtlerin Frey Klier fesselte die Zehntklässler mit ihren Erzählungen. Foto: Gro

Ihre Stasi-Akte ist vier Meter dick

Weilheim - Für die Schüler von zwei zehnten Klassen des Weilheimer Gymnasiums wurde die ehemalige DDR lebendig.

Vier Stunden lang fesselte die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier mit einer Mischung aus Dokumentarfilm und persönlicher Erzählung.

Tragisch war Kliers Jugend, als der Bruder ins Gefängnis kam, weil er heimlich Songtexte der „Beatles“ tauschte. Als er nochmal negativ auffiel, wurde er in einer Nerven-„Heil“-Anstalt zugrunde gerichtet. Freya Klier wollte daraufhin flüchten, wurde gefasst und inhaftiert, konnte danach aber im Theater Fuß fassen.

Als sie in den 80er Jahren die Protestbewegung unterstützte, wollte die DDR sie in den Westen abschieben. Sie jedoch wollte entgegen aller Drangsalierung bleiben und weitermachen mit Kritik und Veränderungswillen.

Wie dick denn ihre Stasi-Akte sei, wollte eine Schülerin wissen - Klier deutete wortlos über eine Distanz von vier Metern hinweg.

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