Probesitzen war möglich im „BMW i8“, der einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor hat. Das Fahrzeug war eines von vielen, die in Weilheim vorgestellt wurden.   rr

Rundfahrt „eRUDA“

Die Innenstadt wurde zum Autosalon

Weilheim - Eigentlich ist das Zentrum von Weilheim großteils Fußgängerzone, doch am Sonntag wurde es zum Automobilsalon. Bei der Rundfahrt „eRUDA“ machten über 160 Elektro-Fahrzeuge Station.

Auf dem Marienplatz, dem Kirchplatz und der Pöltnerstraße reihte sich ein Elektro-Fahrzeug ans andere - außer vielen Autos waren auch Motorräder und -roller sowie dreirädrige Twikes mit von der Partie. Deutlich wurde dabei die große Bandbreite der „eFahrzeuge“.

Nicht nur weil sie Kult-Autos sind, sondern auch wegen ihrer kreischgrünen Farbe fielen nahe der Mariensäule ein „Trabi“ und ein „Käfer“ auf. Beide sind zum Elektro-Auto umgerüstet worden - eine Möglichkeit, die bei der „eRUDA“ genauso vorgestellt wurde wie die Eigenschaften moderner Elektrofahrzeuge.

Blickfänge waren - aufgrund ihres sportlichen Aussehens - auch zwei „Plug-in-Hybrid“-Autos: ein „VW XL1“, der unter einem Baldachin auf dem Kirchplatz präsentiert wurde, und ein „BMW i8“, der auf dem Marienplatz viel Beachtung bekam. Mit dem „i8“ war BMW-Mitarbeiter Peter Cammerer bei der Rundfahrt dabei. „Das ist die Zukunft“, lobte er das Fahrzeug - habe dieses doch einen für Stadtfahrten gut geeigneten Elektro-Motor und für lange Strecken einen sparsamen Verbrennungsmotor. Durch die Kombination der beiden Motoren ergebe sich ein niedriger, durchschnittlicher Spritverbrauch von 2,1 Litern auf 100 Kilometern.

Ziel der „eRUDA“ sei es, den Menschen die „Angst vor der neuen Mobilität zu nehmen“, erklärte Marcus Reichenberg vom Mitveranstalter „Mobil ohne Fossil“. Während er über Elektro-Kleinfahrzeuge sagte, sie seien „definitiv als Zweitwagen gedacht“, wies er darauf hin, dass größere Elektro-Modelle auch Strecken von über 500 Kilometern ohne erneutes Laden zurücklegen könnten.

Rundfahrt „eRUDA“ in Weilheim: Bilder

Rundfahrt „eRUDA“ in Weilheim: Bilder

Elektro-Mobilität habe in der Region viele Chancen, sagte Andreas Scharli von der „Energiewende Oberland“. „Manches kann der öffentliche Personen-Nahverkehr nicht leisten“, so Scharli. Stromfahrzeuge seien eine gute Ergänzung zu ihm.

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