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Ein weiterhin buntes, vielfältiges Schulleben wünscht sich der neue Rektor der Weilheimer Hardtschule, Tobias Pupeter.

Interview mit Tobias Pupeter

„Gute Kommunikation ist mir wichtig“

Weilheim – Seit Anfang des Schuljahres hat die Weilheimer Hardtschule einen neuen Rektor. Tobias Pupeter (41) ist im Landkreis wohlbekannt: Bevor er Schulleiter an der Grund- und Mittelschule in Rott wurde, hat er lange an der Schongauer Grundschule unterrichtet, wo er auch Konrektor war. Was ihm bei seiner Tätigkeit an der Weilheimer Schule, die etwa 380 Buben und Mädchen besuchen, wichtig ist, erläutert er im Interview.

Wie gefällt es Ihnen bisher an der Hardtschule?

Tobias Pupeter: Bislang hat mir jeder Tag von vorne bis hinten gefallen. Ich werde bestens unterstützt von allen Kolleginnen und Kollegen, die mir sehr offen begegnen und mir die Eingewöhnungszeit erleichtern. Ich habe schon viele Menschen getroffen, und das lief immer positiv und unkompliziert. Es würde mich freuen, wenn ich hier dazupasse.

Wie erleben Sie die Hardtschule?

Pupeter: Ich habe den Eindruck, dass ich eine sehr gute, sehr strukturiert arbeitende Schule übernommen habe mit einem aktiven Schulleben und einem vielfältigen Angebot. Es gibt zum Beispiel Leseförderung, sportliche Aktivitäten und Autorenlesungen. Mein Eindruck ist zudem, dass die Hardtschule eine sehr pädagogisch arbeitende Schule ist. Ich merke, dass hier pädagogisch argumentiert wird. Damit steht und fällt die Unterrichtsqualität und damit auch die Qualität der ganzen Schule. Denn einen guten Unterricht anzubieten sehe ich als Kernaufgabe der Schule.


Was ist Ihnen als Schulleiter zudem wichtig?

Pupeter: Ich freue mich, wenn das Schulleben an der Hardtschule weiterhin so lebendig bleibt und von vielen Mitgliedern der Schulfamilie mitgetragen wird. Gespannt bin ich, ob Bedarf für Neues oder Veränderung besteht. Außerdem ist mir eine gute Kommunikation mit Lehrkräften und Eltern wichtig. Ich möchte jeden, der ein Anliegen hat, bei dem ich weiterhelfen kann, dazu einladen, mit mir in Kontakt zu treten und mit mir zu sprechen. Ich habe, als ich schon Lehrer in Schongau war, noch ein berufsbegleitendes Studium zum Beratungslehrer absolviert. Während dieser Tätigkeit habe ich erlebt, welche zentrale Bedeutung das Thema „Kommunikation“ hat. Eine gute Gesprächskultur und der wertschätzende Umgang mit Menschen ist für mich die Grundlage für ein gelingendes Miteinander von Menschen. Ich halte das für immens wichtig.

Prägt diese Einstellung auch Ihre Arbeit?

Pupeter: Ja, ich habe ja mit den verschiedensten Menschen zu tun. Mit Vertretern des Schulamts und der Schulverwaltung, des Ministeriums, mit den Lehrkräften an meiner Schule, mit Eltern und Schülern, mit dem Hausmeister, den Frauen, die die Schule reinigen, mit unserer Sekretärin – und überall ist es wichtig, gut zu kommunizieren.

Haben Sie bei all Ihren Verwaltungsaufgaben denn noch Zeit für Unterricht?

Pupeter: Ja, ich unterrichte Mathematik, Sport und gebe Förderstunden. Es freut mich, dass ich so Kontakt zu jeder Klassenstufe habe und noch etwas am Kerngeschäft von Schule beteiligt bin. Unterrichten gehört zu den vielfältigen Aufgaben des Schulleiters. Ich bin sehr gerne Schulleiter, weil diese Tätigkeit so wahnsinnig abwechslungsreich ist.

Wieso haben Sie nach Weilheim gewechselt?

Pupeter: Die Grund- und Mittelschule Rott wurde dem Schulverband Fuchstal angegliedert, damit fiel dieser Anteil und die Stelle des Schulleiters weg. Als ich dann erfahren habe, dass die Weilheimer Hardtschule einen neuen Rektor bekommt, habe ich mich beworben und mich sehr gefreut, dass ich nun in dem Landkreis arbeiten kann, in dem ich lebe.

Kommen Sie denn aus unserem Landkreis?

Pupeter: Ich bin im Landkreis Landsberg aufgewachsen, habe dort 25 Jahre gelebt und wohne inzwischen in Schongau. Mit meiner Frau, die Lehrerin an der Grundschule in Peiting ist, unseren zwei Töchtern, Meerschweinchen, Hühnern, Katzen und Bienen.

Finden Sie Zeit für Hobbys?

Pupeter: Ich mache gerne Musik und zu wenig Sport. Ich singe in einem A-capella-Ensemble, in einem ökumenischen Chor und spiele zudem Bratsche. Ich gehe zum Laufen und Schwimmen, wobei ich das gerne öfter tun würde. Bewegung und der Garten mit den Tieren sind ein wichtiger Ausgleich für mich. Manchmal sitze ich im Sommer abends mit meiner Frau vor dem Bienenkasten, und wir schauen nur den Bienen zu. Ansonsten arbeite ich sehr gerne. Meine Arbeit macht mir wirklich Spaß.

Fragen: Kathrin Hauser

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