„Zu zweit zu dirigieren, das hat schon was für sich“: Jürgen Geiger (Mitte) und Franz Haidu (re.) im Gespräch mit „Tagblatt“-Redakteur Magnus Reitinger im Probenraum der Weilheimer Stadtkapelle. Fürs „Soundtracktival“-Orchester werden noch Musiker gesucht. foto: rr

„Soundtracktival“ auf dem Marienplatz geplant

„Das hat es in Weilheim noch nicht gegeben“

Weilheim – 1500 Besucher auf dem Weilheimer Marienplatz lauschen den Filmhits eines 100-köpfigen Sinfonieorchesters – das ist der Plan fürs „Soundtracktival“ der Stadtkapelle am 23. Juni 2018. Zurzeit werden Musiker aus der Region dafür gesucht. Was auf sie zukommt, erklären die Dirigenten Franz Haidu und Jürgen Geiger im Interview.

-Was versäumt, wer nicht beim „Soundtracktival“ mitspielt?

Franz Haidu: Ein großes Event und viel Spaß! Wir hoffen zumindest, dass das Mitspielen Spaß macht...

Jürgen Geiger: Jedenfalls ist ein abwechslungsreiches und sicherlich mitreißendes Programm geboten!

Franz Haidu: Also, ich bin ja kein Weilheimer, aber meines Wissens hat es ein solches Konzert in Weilheim noch nicht gegeben.

-Welche Instrumentalisten sind dafür gesucht?

Franz Haidu:Rund 60 Streicher und 30 Bläser können mitspielen, dazu einige Schlagwerker. Man muss aufpassen, dass das Ganze nicht Bläser-lastig wird, sondern die Streicher gut zur Geltung kommen.

-Wie gut muss man sein Instrument beherrschen, um mitspielen zu können?

Franz Haidu: Man sollte es schon einigermaßen beherrschen. Und auch etwas Erfahrung in einem Orchester oder in einer Kapelle ist angebracht.

-Wie darf man sich die Probenarbeit vorstellen?

Jürgen Geiger:Wir studieren das Ganze an insgesamt drei Probenwochenenden ein: Das erste ist im April, zwei weitere sind im Juni. Wobei wir es so aufgeteilt haben, dass am Anfang vor allem register- und stimmweise geprobt wird. So kann man gewisse technische Schwierigkeiten in Kleingruppen erarbeiten. Am Ende, im Juni, gibt es dann Gesamtproben.

-Teilen Sie sich die einzelnen Proben auf?

Franz Haidu: Es gibt für jedes Register einen Leiter: Clemens Hauck vom Gymnasium übernimmt die Streicher, Jürgen übernimmt die Holzbläser, ich die Blechbläser, und die Schlagzeuger machen das autodidaktisch.

-Steht das genaue Programm fürs „Soundtracktival“ schon fest?

Jürgen Geiger: Ja, die Stücke-Auswahl steht. Es ist ein Querschnitt aus der gesamten Filmmusik-Literatur, von „Ben Hur“ über ein Henry-Mancini-Medley bis hin zu „Harry Potter“ und „Gladiator“.

Franz Haidu:Wir haben die Werke hauptsächlich nach zwei Kriterien ausgesucht: Dass die Arrangements für uns gut spielbar sind und dass es unterschiedliche Stilrichtungen sind. Da gibt es mal fetzige, mal ruhigere Stücke, das wird für die Mitspieler und die Zuhörer sehr kurzweilig. Es gibt in dieser Art von Musik ja sehr viel Literatur – da könnte man tagelang spielen.

-Worauf freuen Sie sich persönlich bei diesem Projekt?

Jürgen Geiger:Ich freu’ mich einfach auf das gemeinsame Musizieren und auf die Offenheit dieses Projekts: Dass man zusammenkommt zur Musik, etwas gemeinsam erarbeitet und dann vor großem Publikum präsentiert.

Franz Haidu: Genau das ist auch mein Wunsch. Es geht um das Miteinander.

-Ein ganz besonderes Miteinander ist es auch, zu zweit zu dirigieren – oder?

Franz Haidu:Gerade bei Projektorchestern gibt’s das öfter mal. Und es hat schon was für sich.

Jürgen Geiger:Wir verstehen uns sehr gut und haben auch schön öfter zusammengearbeitet, zum Beispiel bei Weihnachtskonzerten der Stadtkapelle: 2013 war ich da mit dem Kirchenchor bei Opernchören mit dabei, und 2015 haben wir gemeinsam Kees Vlaks „Westcoast Concerto“ für Klavier und Blasorchester aufgeführt. Es verbindet uns eine musikalische Freundschaft, auch mit der Stadtkapelle insgesamt.

Alle Informationen zum Open-Air am 23. Juni und zum Projektorchester finden sich im Internet auf der Homepage www.soundtracktival. de. Wer im Orchester mitspielen möchte, kann sich bis zum 31. Januar unter der Mail-Adresse soundtracktival@ stk-weilheim.de bewerben. Neben Name, Anschrift und Telefonnummer sowie ihrem Alter müssen die Musiker dabei angeben, welches Instrument sie spielen, und in Stichpunkten ihre musikalischen Erfahrungen schildern.

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