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AKtuelles Interview

„Jammerschade, fast tragisch“

Weilheim - Volksmusik gibt es vom BR künftig nur digital. Das bedauert Rosemarie Schmid, Orgnaisatorin von  „Da Summa is uma“.

Rosemarie Schmidvom Heimat- und Trachtenverein Weilheim.  

Ab 15. Mai will der Bayerische Rundfunk sein Radioprogramm ändern und die letzte Volksmusiksendung von „Bayern1“ auf den Digitalkanal „BR Heimat“ verlegen. Rosemarie Schmid ist die Organisatorin der großen Volksmusik-Veranstaltung „Da Summa is uma“ im Oberland und hält nicht viel von der Programmänderung.


Wie denken Sie über die Umstellung des BR?

Ich finde es ehrlich gesagt jammerschade, fast schon tragisch. Viele Menschen hören gerne die traditionelle Volksmusik im Abendprogramm bei „Bayern 1“ zwischen 19 und 20 Uhr. Und wo samma denn, dass in dem Programm kein Platz mehr für eine Stunde Volksmusik ist? Wenn es das Programm nicht mehr gibt, bedeutet das, die Hörer werden sich ein Digitalradio zulegen müssen, um die Musik weiter hören können.


Was halten Sie von den Digitalradios?

Da ich selbst eins vom BR geschenkt bekommen habe, nutze ich es auch, und es gefällt mir sehr! Die Bedienung ist einfach, der Klang ist gut und immer wenn ich gerade Lust auf Volksmusik habe, kann ich bei „BR Heimat“ einschalten. Es ist eine Alternative zum herkömmlichen Radio. Und trotzdem: Dass sich „Bayern 1“-Hörer extra eins kaufen werden müssen, um noch Volksmusik hören zu können, bedauere ich sehr.


Wird sich das negativ auf das Interesse an Volksmusik auswirken wird?

Ich könnte mir schon vorstellen, dass es negative Auswirkungen hat, wenn die Präsenz im Radio nicht mehr so ist wie bisher. Aber einige Hörer werden sich vermutlich anpassen und sich ein Digitalradio zulegen. Seit 25 Jahren organisiere ich das Herbstsingen „Da Summa is uma“, und die Stadthalle war immer voll. Das zeigt ja, dass es viele begeisterte Anhänger der traditionellen Volksmusik gibt. Außerdem gibt es viele junge Nachwuchs-Musiker.

lvp

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