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Symbolbild dpa

Jeder dritte Flüchtling lebt in Weilheim

Weilheim - Insgesamt leben 225 Asylbewerber in Landkreis Weilheim-Schongau, in den nächsten Wochen kommen weitere 100

Jeder dritte der derzeit 225 Asylbewerber im Landkreis lebt in der Stadt Weilheim. Erst vergangene Woche zog die Hälfte der gut 20 bislang in Wilzhofen untergebrachten Männer in die Kreisstadt. Damit hat sich die Zahl der in Weilheim lebenden Flüchtlinge auf 75 erhöht. Das sagte Alfred Honisch, der Integrationsbeauftrage des Weilheimer Stadtrates, in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Betreut werden die Asylbewerber von inzwischen 70 Ehrenamtlichen vom „Unterstützerkreis Asyl“. Einige der Flüchtlinge seien bereits anerkannt worden, sie müssen sich deswegen binnen sechs Monaten eine eigene Wohnung und Arbeit suchen.

In der Unterkunft in Schongau leben laut der Statistik von Honisch 40 Flüchtlinge, in Peißenberg 20, darunter zehn aus Wilzhofen, in das Ferienheim der evangelischen Kirche in Seeshaupt werden demnächst weitere 21 einziehen. Weitere wohnen in Wielenbach, Ingenried und Bernbeuren.

Honisch sagte mit Hinweis auf Äußerungen von Helmut Estermann (Ausländerbehörde), dass in den nächsten Wochen weitere 100 Asylbewerber im Landkreis eintreffen werden, dann sei dessen Soll von 300 erfüllt. Der Großteil, nämlich 80, werde „in einer nicht näher bezeichneten Unterkunft unterkommen“.

Dass die Asylbewerber in Wilzhofen auszogen, liegt laut Hans Rehbehn, Sprecher des Landratsamtes, daran, dass die Vollpension dort auf Dauer zu teuer sei. Die Handvoll, die dort noch wohne, sei entweder anerkannt worden oder müsse ausreisen. Von einer Sammelunterkunft sei dem Landratsamt nichts bekannt. gre

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