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Weiter wasserlos: der Bernrieder Neusee. 

Jetzt ist Gemeinde Bernried zuständig

Neusee liegt weiter auf dem Trockenen

Bernried - Jetzt ist die Gemeinde für die Dammsanierung des Neusees zuständig. Eine Teilbefüllung ist aber wohl kein Thema mehr.

Der trockengelegte Neusee bleibt ein Dauerthema in Bernried. Wann er wieder eingelassen wird, ist weiterhin unklar. Ziemlich sicher scheint allerdings, dass die aus ökologischen Gründen noch für dieses Jahr anvisierte Teilbefüllung (wir berichteten) keine taugliche Alternative ist. Dennoch: Hinter den – behördlichen – Kulissen hat sich was getan: Bürgermeister Josef Steigenberger berichtete in der Gemeinderatssitzung von einem Landratsamts-Bescheid, in dem festgestellt wurde, dass die Kommune formalrechtlich die Verantwortung für die Dammsanierung am Neusee als „Gewässer III. Ordnung“ trägt.

„Das ist ein Riesenvorteil“, erklärte der Rathauschef – der Hintergrund: Die Eigentümerfamilie von Gut Adelsried, zu dem der Neusee gehört, hat den Weiher trockenlegen lassen, weil sie etwaige Haftungsrisiken infolge der vom Wasserwirtschaftsamt beanstandeten Dammsicherheit fürchtete. Sanierungsarbeiten lehnte die Familie Limbecker wiederum mit Hinweis auf die hohen Kosten ab.

Nun ist die Gemeinde am Zug: Sie hat bereits ein Tutzinger Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Ertüchtigungskonzepts für die Dammanlagen beauftragt: „Das war wichtig, sonst verlieren wir wieder mehrere Wochen“, sagte Steigenberger.

Die Kosten für die Dammsanierung könnte die Gemeinde theoretisch auf die Weiher-Nutzer und die angrenzenden Grundeigentümer, die sogenannten Oberlieger, umlegen. Doch darauf wird die Kommune verzichten. Stattdessen soll der Neusee mit Einverständnis der Familie Limbecker bei gemeindlichen Bauvorhaben als „Ökokonto“ für den Nachweis von Ausgleichsflächen dienen: „Das ist für beide Seiten eine Win-win-Situation“, betonte Steigenberger im Gemeinderat. Und wie sieht es mit dem provisorisch geplanten Teileinstau aus? Eher schlecht. Von den Behörden gibt es zwar grundsätzlich grünes Licht, aber nur für etwa drei Prozent der Gesamtfläche des rund 100 000 Quadratmeter großen Neusees. „Da hat man vermutlich mehr Arbeit, als dass es ökologisch etwas bringt“, meinte Steigenberger. Das Problem: Bevor wieder Wasser in den Neusee eingelassen werden kann, muss die seit der Trockenlegung im Herbst 2014 nachgewachsene Holz- und Pflanzenmasse entfernt werden.

Auf der Gesamtfläche können die Rodungsarbeiten wohl erst im Winter über die Bühne gehen, wenn der Boden gefroren und mit schwerem Gerät befahrbar ist. Zwischenfazit: Der Neusee wird nach derzeitigem Sachstand wohl frühestens 2017 wieder eingelassen.

Bernhard Jepsen

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