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Johanna Wahlig (links) mit TV-Darstellerin Barbara Engel, die die „Grunewaldwiesn“ mitplant.

Johanna Wahlig aus Bernried plant ein Event am Grunewaldsee 

Eine Wiesn für Berlin

Sie hat sich mit dem Bundes-Presse-Strand in Berlin einen Namen gemacht: Johanna Wahlig, geborene Ismayr. Nun plant sie eine „Grunewaldwiesn“.

Bernried/Berlin – Bayerisches Flair gibt’s nicht in Berlin? Bald schon, denn Johanna Wahlig aus Bernried, die unter ihrem Mädchennamen Ismayr als „Strandkönigin“ des Bundes-Presse-Strands in Berlin bekannt wurde, holt die Wiesn-Kultur in den Grunewald. Mit TV-Darstellerin Barbara Engel (ehemals Herzsprung) und Musiker Marvin Eckerle plant die 46-Jährige eine „Grunewaldwiesn“. Dafür sucht Wahlig, die früher Mitarbeiterin des „Weilheimer Tagblatt“ war, in einem Casting Frauen und Männer in Tracht, die bei dem Event als Wiesn-Bedienung dabei sein wollen. Auch die perfekte Wiesn-Band wird gesucht. Luca von Prittwitz hat mit Wahlig gesprochen.

-Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein bayerisches Event in Berlin stattfinden zu lassen?

Ich hatte bei einem Sonntagsbrunch im „Paulsborn“, unserer Location am Grunewaldsee, unter anderem Besuch von Barbara Engel. Sie ist Trachten-Fashionista und Exil-Münchnerin und meinte: „Mensch, das ist ja hier wie in München!“ Das „Paulsborn“ ist ein Jagdschloss aus der Kaiserzeit, wir haben dort unter anderem ein Jagdzimmer, einen Gewölbesaal, ein Kaminzimmer, einen Biergarten und eine Tiroler Stube. Alles sieht sehr bayerisch aus. Auch die Lage ist toll, außenrum liegt ein sehr großes grünes Gelände. Da dachten wir uns, das wäre der perfekte Ort für ein bayerisches Event.

-Was mögen Sie an Bayern?

Bayern ist für mich ein Stückchen Heimat, die Wiesn-Kultur ist einfach etwas Einzigartiges. In Berlin findet man keine Wiesn-Stimmung, zwar gibt es einzelne Volksfeste mit Bierzelten, aber das hat trotzdem mit der Wiesn wenig zu tun.

-Glauben Sie, dass es bei einem solchen Event in Berlin viel Andrang geben wird?

Absolut, es gibt genug Fans der Wirtshaus- und Wiesn-Kultur, die es bayerisch-stilvoll mögen.

-Sollten die Bewerber etwas beachten? Gibt es etwas, das nicht geht?

Nein, wir sind froh, wenn wir möglichst viele Kandidaten haben. Die Bewerber in Tracht schicken uns am besten ein Foto mit, und bei den Bands, die sich bewerben, wäre es toll, wenn sie uns einen „YouTube“-Link dazuschicken.

-Eine letzte Frage: Welches Bier wird bei dem Event ausgeschenkt?

Wir sind bereits im Gespräch mit verschiedenen Brauereien, auch das Andechser und Tegernseer sind sehr reizvoll, weil es diese Biere nicht überall gibt. Ich bin selbst ein großer Fan des Tegernseer Biers.

Mehr über das Casting:

Für die Gewinner des Castings gibt es einen Wiesn-Job mit VIP-Event und drei Wochen Gaudi bei der Grunewaldwiesn, die von 17. September bis 8. Oktober dauert. Wer am Casting teilnehmen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und bis 31. Juli eine schriftliche Bewerbung mit Foto in Tracht an die „walks + talks GmbH“ von Johanna Wahlig senden (Hüttenweg 90, 14193 Berlin). Gesucht werden laut Wahlig „Repräsentanten bayerischer Gaudi und Fröhlichkeit, lieber lustig als gschert, nicht zu krachert, aber zünftig“. Bewerben können sich Bier-Botschafter, Kellner, Köche, Zapfer, Griller und Bands für VIP-Bereich, Veranstaltungsgelände, historischen Jahrmarkt und Schmankerlmarkt der „Grunewaldwiesn“. Bei einem Weißwurstfrühstück mit Fassbieranstich dürfen die kreativsten Bewerber ihre bajuwarischen Kompetenzen unter Beweis stellen. Allen Nominierten winkt ein Hotel-Aufenthalt auf der „Grunewaldwiesn“.

In der Jury beim Casting sitzen außer Wahlig Sepp Krätz, bayerischer Festwirt, Barbara Engel sowie Maximilian Seitz, ein 20-jähriger Blogger und Shooting-Star der Mode- und Unterhaltungsindustrie, und Marvin Eckerle (DJ „Nuro“). Der 26-jährige Münchner, Sohn von Schauspieler Bernd Herzsprung, bringt mit Musiker Felix Krull zur Wiesn den Song „Bier“ heraus.

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