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Everest-Experte Dr. Karl Flock im Interview

„Die Sherpas sind die wahren Helden“

  • Andreas Mayr
    VonAndreas Mayr
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Weilheim – Kein Weilheimer kennt den höchsten Berg der Welt so gut wie er: Dr. Karl Flock. Der Orthopäde, Knie-Experte und Extrem-Bergsteiger kletterte auf die höchsten Gipfel aller sieben Kontinente – die „Seven Summits“ –, darunter den Mount Everest.

Am 18. Mai 2006 stand Flock auf dem „König der Berge“. Mit dabei waren einheimische Bergführer vom Volk der Sherpas. 16 von ihnen wurden vergangenen Freitag bei einem Lawinenunglück, ausgelöst durch einen zusammenbrechenden Sérac, getötet. Im Tagblatt-Interview erklärt Flock sein Verhältnis zu den Sherpas und berichtet von einem ähnlichen Vorfall bei seiner Expedition.

Vor fast acht Jahren pasierte es - das Unglück: Drei Sherpas wurden in der "Todesfalle Nummer eins" am Everest - dem Khumbu-Eisbruch getötet. Unter ihnen hätte auch Flock sein sollen. Doch ausgerechnet ein Wink des Schicksals rettete ihm das Leben. "Ein österreichischer Bergfreund von mir hat entschieden, dass ihm der Aufstieg zu riskant ist", sagt der 60-Jährige. Für diesen Morgen hatte der Wetterbericht nämlich einen Wetterumschwung angekündigt. Ohne seinen Mitstreiter wollte natürlich auch Flock nicht in den "Todes-Eisbruch", und überlebte. "Alle im Basislager waren wie gelähmt", so Flock.

Wenige Tage später schaffte es der Extrembergsteiger auf den Gipfel - als erster Weilheimer. Nie vergessen wird er dabei die Unterstützung der einheimischen Bergführer. "Da entsteht fast schon ein persönliches, ja familiäreres Verhältnis. Die Sherpas sind die wahren Helden des Mount Everest", betont der Knie-Experte. Noch heute unterstüzt er einen seiner Sherpas von damals. Unter anderem bezahlt er die Ausbildung seiner Kinder. Das ganze Interview mit Dr. Karl Flock lesen sie morgen in der Printausgabe des Weilheimer Tagblatts.

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