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Auf nach Kempten: Die Bigband des Gymnasiums Weilheim – hier vor einem Auftritt 2015 in der Münchener Residenz (vorne rechts Stephan Kastner, neben ihm Dirigent Arthur Lehmann) – fährt am 5. Mai zur „Bundesbegegnung Jugend jazzt“.

Wettbewerb in Kempten

In der ersten Liga des Jazz: Weilheims Bigband

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Weilheim/Kempten - Weilheims Bigband ist bei „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ in Kempten. Die Musiker mit einem Altersdurchschnitt von 15 Jahren spielen dort vor einer hochkarätigen Jury.  

Ginge es um Sport, so wäre hier von einem Bundesligisten zu berichten oder von der deutschen Meisterschaft: Dass die Bigband des Gymnasiums Weilheim zu den besten ihrer Art in Bayern gehört, wurde ihr schon mehrfach beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ bestätigt. Nun darf sie – zum zweiten Mal nach 2012 – den Freistaat bei der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ vertreten. Das gut 30-köpfige Ensemble reist am Donnerstag für vier Tage nach Kempten, wo sich elf Bigbands aus elf Bundesländern – allesamt Landessieger – einer hochkarätigen Jury stellen. Die Konkurrenz kommt unter anderem aus Hamburg, Cottbus und Weimar, von der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl und vom Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz.

Mit einem Altersdurchschnitt von etwas über 15 Jahren gehören die Weilheimer zu den Jüngsten im Wettbewerb. Stephan Kastner, Lehrer am Gymnasium und organisatorischer Leiter der Bigband, nennt es deshalb einen „Wahnsinns-Erfolg, dass wir da überhaupt mitspielen“. Ihr erstes Wertungsspiel in Kempten haben die Weilheimer am Freitag, 6. Mai, um 15.30 Uhr. In der Jury sitzen Jazzprofis wie Marko Lackner, Harald Rüschenbaum und Julia Hülsmann. Die sechs besten Bigbands dürfen am Samstag noch einmal vorspielen. Am Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr, ist dann das Preisträgerkonzert im Stadttheater Kempten.

„Wenn wir in die zweite Runde kommen, wäre das der maximale Erfolg“, meint Kastner. Doch so attraktiv die Preise auch sind – etwa Studio-Aufnahmen für eine CD-Produktion oder Auftritte bei großen Jazzfestivals: Bei der „Bundesbegegnung“ geht es nicht nur um den Erfolg. Es gibt Workshops für die jungen Jazzer, deren Aufenthalt übrigens vom Deutschen Musikrat bezahlt wird (die Weilheimer übernachten im Internat der Handwerkskammer). Sie besuchen – in Kooperation mit dem „Kemptener Jazz-Frühling“ – Konzerte des Landes-Jugendjazzorchesters und der NDR-Bigband; und es ist viel Gelegenheit zum Austausch. „Es ist toll, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken“, sagt Kastner, „und zu schauen: Was machen die anderen?“. Eines gewinnt die Weilheimer Bigband in Kempten also auf jeden Fall: unbezahlbahre Erfahrungen.

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