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Närrische Hoheiten: Penzbergs Kinderprinzenpaar.

Fasching in Penzberg

Nur die Rede machte nervös

Penzberg - Das Penzberger Kinderprinzenpaar ist offiziell im Amt. Georgios I. und Sabrina II. wurden beim Krönungsball feierlich inthronisiert.

Unter dem Jubel ihres Volkes übernahmen beim Kinderkrönungsball Prinzessin „Sabrina II. vom Seepferdchenpalast“ und ihr Prinz „Georgios I. vom Pizzapalast“ die närrische Herrschaft in Penzberg.

Aufgeregt sind die hohen Herrschaften schon etwas, als sie in einem Hinterzimmer des Ballhauses auf ihren ersten großen offiziellen Auftritt warten. Prinzessin Sabrina zupft leicht nervös an ihrem leuchtend blauen Kleid herum, während sie erzählt, dass sie und ihr Prinz seit September an ihrem Walzer und dem Showtanz trainieren. Dass sie diese beiden Tänze ihrem Volk nun erstmals präsentieren sollen, ist aber nicht der Grund ihrer Nervosität. „Sondern die Rede, die wir gleich halten sollen“, erklärt Prinz Georgios, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Georgios Choutos heißt, elf Jahre alt ist und leidenschaftlich Fußball spielt – wenn eben nicht gerade Faschingszeit ist. Denn die fünfte Jahreszeit mögen er und Prinzessin Sabrina alias Sabrina Neumayr (11) allzu gern.

Beide tanzen schon seit ein paar Jahren in der Kindergarde und mit ihrer Ernennung zum Kinderprinzenpaar 2016/17 ist für beide „ein großer Traum in Erfüllung gegangen“, wie sie in ihrer Rede betonen. Die in Reimen verfasste Ansprache geht dem Paar ebenso reibungslos von den Lippen wie sie anschließend unter den Jubelrufen der vielen kleinen Indianer, Cowboys, Elfen und Co. ihren Walzer sowie den Showtanz absolvieren. Die Drehungen wirken elegant, die Hebefiguren klappen auf Anhieb.

Huldvoll nehmen sie sodann vom letztjährigen Prinzenpaar – „Dominik I. vom Konfettipalast“ (Dominik Kärn) und „Leoni die Tanznarrische“ (Leonie Neuchl) – die Insignien der Macht in Gestalt einer braunen Schatzkiste entgegen. Als erste Amtshandlung verleihen Prinz Georgios und Prinzessin Sabrina Orden an treue Gefolgsleute aus ihrem närrischen Hofstaat. In erster Linie „lustig“ soll der Fasching unter ihrer Regentschaft werden, verspricht die Prinzessin, die ihren Adelsnamen „vom Seepferdchenpalast“ mit großem Bedacht gewählt hat, denn: „Mein Vater hat ein Fischgeschäft, und das wollte ich in meinen Namen einbeziehen.“ Familienbande haben auch Prinz Georgios zu seinem Namenszusatz „vom Pizzapalast“ inspiriert. Sein Opa betreibt in Penzberg ein italienisches Lokal, erklärt er. „Und außerdem esse ich gern Pizza.“

Franziska Seliger

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