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"Knapp an der Katastrophe vorbei"

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Viele beobachteten am Sonntag, wie die Einsatzkräfte an den Brücken des Waitzackerbachs Bypässe setzten.  Foto: Preller
Viele beobachteten am Sonntag, wie die Einsatzkräfte an den Brücken des Waitzackerbachs Bypässe setzten. Foto: Preller

Weilheim - Weilheim war im Vergleich zu anderen bayerischen Städten glimpflich beim Hochwasser davongekommen. Aber zeitweise war es richtig eng:

Der Dauerregen hatte die Pegel von Ammer, Anger- und Waitzackerbach zwar bedenklich steigen lassen, größere Schäden gab es aber nicht.

Damit Schlimmeres verhindert wurde, war der volle Einsatz von THW, Feuerwehr und städtischem Betriebshof nötig. „Extrem zugespitzt“ habe sich am Sonntagnachmittag die Situation am Waitzackerbach, erklärt Feuerwehr-Kommandant Konrad Bischl: „Wegen des massiven Pegelanstiegs drohten Überschwemmungen bei einzelnen Anwohnern.“ Deshalb pumpten Feuerwehr und THW vor den Brücken des Waitzackerbachs Wasser ab, um es danach wieder in den Bach zu leiten.

Zu einer weiteren Maßnahme entschloss sich die Stadt gegen 18.30 Uhr: Kurzerhand wurde das Regenrückhaltebecken an der Tankenrainer Straße in Betrieb genommen - obwohl es noch nicht fertig ist. Am östlichen Auslassbauwerk schloss man den Schieber. So wurde das Wasser rückgestaut, das vom Waitzackerbach bereits ins Becken geflossen war. Gleichzeitig baggerten Arbeiter per Bagger einen provisorischen Auslauf in Richtung Moos. Durch diesen wurde das gestaute Wasser über die gesperrte Tankenrainer Straße geleitet und im Moos verteilt. Dies zeigte sofort Wirkung, so Bischl: „In kürzester Zeit ist der Pegel des Bachs abgesunken.“

„Wir sind knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt“, bilanzierte gestern Bürgermeister Markus Loth. Am Sonntag war er mit seinem Stellvertreter Ingo Remesch und den Abteilungsleitern des Rathauses bis Mitternacht unterwegs.

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