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„Schmach und Glorie“ heißt Erwin Welkers neuestes Buch, erhältlich als E-Book. Sein Roman „Raubkatzen der Meere“ ist im „Ullstein“-Verlag erschienen.

Neuerscheinung

Den Kopf voller Seefahrts-Abenteuer

Weilheim - Erwin Welker (58) aus Weilheim schreibt Piraten- und Seefahrer-Romane – Gerade erst ist sein jüngstes Werk erschienen.

Erwin Welker war in seinem früheren Leben höchstwahrscheinlich ein Pirat. Anders kann er es sich nicht erklären, warum er sich so magisch vom Meer und von Segelschiffen angezogen fühlt. Und der Pensionär hat eine Möglichkeit gefunden, wie er quasi live dabei sein kann bei den aufregenden Abenteuern, die Seefahrer erleben: Er schreibt Bücher darüber – historische Seefahrtsromane.„Das ist für mich, als ob ich selbst dabei wäre. Ich erlebe alles mit – ohne einen Kratzer abzukriegen!“

Erwin Welker, früher Techniker in der Erdfunkstelle Raisting, lebt eigentlich mit Frau und Kater in einem Wohnblock an der Paradeisstraße. Jüngst trug ihn aber seine Phantasie ins Jahr 1803 auf eine amerikanischen Fregatte – die USS Philadelphia. Ein Prachtschiff, erbaut von deutschen Einwandern in Amerika. Es segelte los, um dem Treiben der Freibeuter im Mittelmeer ein Ende zu bereiten – strandete dann aber vor Tripolis auf einem Riff. Die gesamte Besatzung geriet in Gefangenschaft der Korsaren und endete als Galeerensklaven.

Das alles ist wirklich passiert: Die Handlung von Erwin Welkers neuem Roman „Schmach und Glorie“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Welker schildert sie aus der Sicht von zwei Brüdern – zwei deutschen Immigranten –, die auf der USS Philadelphia anheuern. Zehn Monate schrieb Welker an dem Buch – litt mit, kämpfte mit, jubelte mit. Eine Seite schaffte er pro Tag, bis „Schmach und Glorie“ vollendet war. Jetzt ist es als E-Book auf „Amazon“ zu haben.

Welker hat schon Routine im Romaneschreiben. „Schmach und Glorie“ ist sein viertes Werk. „Raubkatzen der Meere“ hieß sein erster Roman, ein Piratenabenteuer vor historischem Hintergrund, für das Welker als absoluter Neu-Autor auf Anhieb den „Ullstein“-Verlag gewinnen konnte. 6000 Exemplare wurden gedruckt.

Dabei kam Welker zum Schreiben wie die Jungfrau zum Kinde – es war die Idee seiner Frau, dass er Talent dazu haben könnte, nachdem mehrere Reiseberichte von ihm in Fachzeitschriften veröffentlich worden waren. Für seinem zweiten Seefahrtsroman und ein Kinderbuch fand er dann aber keinen Verlag. Und auch „Schmach und Glorie“ gibt es nur wieder als elektronische Version.

Ein gedrucktes Buch wäre dem 58-Jährigen natürlich lieber, aber schwer nimmt er’s nicht. „Geld kann ich damit sowieso nicht verdienen, dafür ist die Zielgruppe, die sich für historische Seefahrt interessiert, viel zu klein“, sagt er bescheiden. Über ein anderes Thema zu schreiben, käme für den Pensionär aber nie in Frage – dafür begeistert er sich viel zu sehr für die hohe See. In einer Vitrine in seinem Wohnzimmer hat er einige Modell-Segelschiffe aufgebaut, versehen mit filigranen Masten und Segeln. Alle paar Jahre bucht er einen Segeltörn und packt selbst mit an auf dem Schiff – sogar über den Atlantik ist er schon gesegelt. „Ich war von Kindheit an ein Seefahrt-Freak. Obwohl ich in Bad Tölz geboren bin und außer die Isar nichts gekannt habe“, erzählt Welker. Mit 16 war er das erste Mal am Meer, nachdem er drei Tage lang mit dem Moped bis nach Hamburg gefahren war. „Damals hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mal auf dem Atlantik segle“, schwärmt er. Und erst recht nicht, dass er mal Piratenabenteuer erlebt – dank seiner Phantasie und seiner Seefahrts-Romane.

Kontakt

Infos zu seinen Büchern gibt es auf der Homepage von Erwin Welker: www.raubkatzedermeere.wordpress.com.

von Stephanie Wolf

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