"Er ist Mittel zum Zweck"

Besucher: Völlig egal, wie der Kornkreis entstanden ist

Raisting - Die Ursache ist ihnen völlig egal: Viele Besucher des Kornkreises in Raisting wollen einfach den Moment genießen - und nicht so viele Fragen stellen.

Gemütlich hat es sich die Gruppe auf ihrer weißen Decke gemacht. Liane Kupfer (42) aus München spielt sanfte Töne auf ihrer Sansula, ihre Begleiterinnen lauschen, die Kinder toben umher. Die Zeit vergessen, entspannen, dem Alltag entfliehen – der Kornkreis in Raisting macht’s möglich. Wie diese Gruppe pilgern viele in das Weizenfeld der Familie Huttner. Aber warum? „Weil es friedlich ist“, sagt Brandt. „Man sitzt hier mitten in der Natur, kommt raus, genießt den Moment. Das ist wichtig in der heutigen Zeit.“ Eine Antwort auf die Frage, wie der Kreis entstanden ist, hat auch sie nicht. „Das ist mir egal. Es ist unwichtig. Fest steht: Er ist Mittel zum Zweck. Ein Ort, an dem Menschen glücklich sind.“

So sieht das auch Hendrik Menzel (41). „Es bringt die Menschen zusammen.“ Er ist extra aus dem Landkreis Mühldorf angereist, um durch das Korn zu laufen: „Ich wollte spüren, wie es sich anfühlt.“ Antworten sucht auch er nicht. „Mit dem Verstand versuche ich das nicht zu erklären“, sagt Menzel, der vor allem die Kinder im Kreis beobachtet. „Wo sie hingehen, ist oft noch die meiste Energie.“

Auch interessant

Kommentare