An der Ammer bei Oderding wird die Brücke eingehoben.
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Eine spektakuläre Aktion: Der Brückenschlag am vergangenen Samstag an der Ammer bei Oderding.
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Eine spektakuläre Aktion: Der Brückenschlag am vergangenen Samstag an der Ammer bei Oderding.

60 Tonnen am Haken

Brückenschlag an der Ammer bei Oderding verläuft reibungslos

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Oderding – Es ist vollbracht: Vor rund 250 Zaungästen wurde am vergangenen Samstag an der Ammer bei Oderding der Geh- und Radwegesteg in die bereits fertiggestellten Fundamente eingehoben. Die 46 Meter lange und 60 Tonnen schwere Holzfachwerkkonstruktion wurde von einem 750-Tonnen-Nutzlastkran an seinen Standort neben der Staatsstraßenbrücke gehievt.

Der Brückenschlag war eine spektakuläre und minutiös vorgeplante Aktion. Für die 25 000 Euro teure Hubaktion mussten im Vorfeld umfangreiche Planungs- und Dispositionsarbeiten angestellt werden. „Allein einen Kran solcher Größe herzubekommen, ist schon schwierig“, berichtete der zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim, Christoph Prause. Es erfolgten aufwendige statische Berechnungen, auch musste eruiert werden, wie der Kran, der komplett aufgebaut ein Eigengewicht von 300 Tonnen hat, den Druck in den Boden verteilt. Immerhin stand ein Teil des Krans auf den Widerlagern der Staatsstraßenbrücke. Die Baukran Logistik GmbH (BKL) aus Forstinning war bereits am Vortag mit sieben Schwerlastsattelschleppern und einem eigenen Aufbaukran auf der gesperrten Staatsstraße angerückt, um den 750-Tonnen-Nutzlasthubkran betriebsbereit zu machen und mit dem notwendigen Equipment auszustatten. Allein an Gegengewichten wurden 170 Tonnen angeliefert. Am Freitagabend sollte dann noch ein „Probehub“ stattfinden. Doch der wurde wegen des heranziehenden Unwetters abgesagt.

Am Samstag ging dann an der abgesperrten und von einem Security-Dienst bewachten Baustelle alles reibungslos über die Bühne. Nach knapp 15 Minuten war der Brückenschlag vollzogen – und bei Prause machte sich Erleichterung breit. „Genauso haben wir es uns vorgestellt.“ Die Optik der Brücke sei wirklich sehr gelungen und ein „Zeichen für die Region“: „Wir können mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden sein.“ Auch Martin Pape war begeistert: „Die Brücke schaut super aus.“ Der Steg wurde von der Zimmerei Will aus Uffing vormontiert. Für den Familienbetrieb ein echtes „Highlight“, wie die Gattin des Firmeninhabers Robert Will betonte: „Das war der Traum meines Mannes. Er wollte immer schon eine Holzbrücke bauen“, so Christina Will.

Die Gemeinde Polling hatte lange auf den Brückenschlag warten müssen. Gut zehn Jahre zogen sich die Planungen hin – unter anderem wegen der Standortfrage. Ein Anbau an die Staatsstraßenbrücke scheiterte aus statischen Gründen, bei einer Variante direkt neben der Straße zog das Staatliche Bauamt zunächst nicht mit. Und ein Brückenschlag weiter flussabwärts scheiterte an erfolglosen Grundstücksverhandlungen. Erst ein personeller Wechsel an der Spitze des Staatlichen Bauamts ermöglichte den Brückenschlag in Nähe der Staatsstraßenbrücke. Auftraggeber für das 1,1 Millionen Euro teure Projekt ist der Freistaat Bayern. Die Planungskosten trägt die Gemeinde Polling. Der Brückenschlag wird eine verkehrstechnische Gefahrenstelle beseitigen. Bislang mussten Fußgänger und Radfahrer einen engen Seitenstreifen auf der Staatsstraßenbrücke ohne Absicherung zur Fahrbahn nutzen, um die Ammer zu überqueren.

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Rubriklistenbild: © Jepsen

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