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Christkindlmarkt Weilheim fällt heuer aus

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Von: Mihriban Dincel

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Weihnachtsmarkt-Stand
Der Christkindlmarkt am Marienplatz muss auch dieses Jahr entfallen. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / encrier

Weilheim– In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses wurde über den diesjährigen Christkindlmarkt gesprochen. Aufgrund der kritischen Corona-Situation war unklar, ob und wie dieser stattfinden kann.

Angelika Flock (CSU), zweite Bürgermeisterin, eröffnete die Sitzung und stieg ohne lange Reden in das Thema ein, denn die Standbetreiber und Vereine bräuchten Klarheit. Stefan Frenzl vom Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus der Stadt erläuterte die möglichen Varianten einer Durchführung und sprach über drei Module. Das erste Modul sei der traditionelle Christkindlmarkt auf dem Marienplatz vom 2. bis 5. Dezember. Dafür hätte man ein Hygienekonzept ausgearbeitet, wonach die Stände verringert, die Abstände für diese vergrößert, Abstandsmarkierungen gesetzt und Besucherhinweise aufgestellt werden würden. Außerdem solle es keine Aufenthaltsbereiche geben, um große Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Verantwortung würde dabei die Stadt tragen.

Das zweite Modul ist der „Hüttenzauber“ auf dem Kirchplatz und der Schmiedstraße, welcher am 19. November starten soll und aus vier Buden besteht. Hier läge die Verantwortung bei den Betreibern. Für das dritte Modul haben einige Gastronomen in der Innenstadt nach der Möglichkeit einer weihnachtlichen Außengastronomie angefragt. Hier wären die Gastronomen verantwortlich. Trotz ausgearbeitetem Hygienekonzept stimmte die Mehrheit des Hauptausschusses in der jüngsten Sitzung gegen die Durchführung des Christkindlmarktes, also Modul eins.

Zuvor wurden jedoch noch die Ansichten der Ausschussmitglieder gehört. So auch jene von Hubert Schwaiger (BfW). Er betonte die kritische Lage auf den Intensivstationen und hielt die Durchführung eines großen Marktes für unverantwortlich. Dieser Meinung schlossen sich auch Dr. Roland Bosch (ÖDP) und Marion Lunz-Schmieder (CSU) an. Man müsse auch die Sicherheit der Vereinsmitglieder beachten, die sich bei Durchführung an die Stände stellen und somit einer Gefahr ausgesetzt würden, so Lunz-Schmieder. Karl-Heinz Grehl (Grüne) hingegen wies darauf hin, dass jeder Bürger und jeder Verein das selbst entscheiden solle und dürfe. Parteikollegin Brigitte Gronau meldete sich ebenfalls zu Wort und gab an, die Logik hinter dem Gedanken, einen Hüttenzauber, aber keinen Christkindlmarkt durchzuführen, nicht zu verstehen. Laut Gronau mache der Virus keinen Unterschied zwischen einem kommerziellen oder einem Vereinsstand. Sie war der Auffassung: „Entweder komplett streichen oder alles durchziehen“. Schwaiger entgegnete, dass kommerzielle Betreiber die Einhaltung und ständige Änderung der Hygienekonzepte und Vorlagen schon gewohnt seien und daher besser damit umgehen könnten. Letztlich wurden Gronau und Grehl von den anderen Anwesenden überstimmt.

Der Hüttenzauber sowie eine weihnachtliche Außengastronomie liegen nicht im Verantwortungsbereich der Stadt Weilheim. Der Hüttenzauber startet am Freitag, 19. November, und soll vier bis fünf Wochen andauern. Geplant sind vier Hütten, die weihnachtliche Leckereien und Getränke anbieten. Zwei davon, der „Intermezzo-Stand“ sowie die „Komode Zauberbude“, werden am Kirchplatz stehen. Zwei weitere Hütten, die von der Familie Trollmann betrieben werden, sollen in der Schmiedstraße zu finden sein – vor den Geschäften Rid und Schmid.

Die weihnachtliche Außengastronomie soll parallel zum Hüttenzauber laufen. Hier sind fünf Lokale involviert: Das Café Illy in der Kreuzgasse, das Café Cosmea an der Ledererstraße und das Quadriga sowie das Reisebüro Simader am Marienplatz. Des Weiteren macht der Pöltner Hof in der Pollinger Straße mit.

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