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Genuss-Inseln in Weilheim: Gemüsevielfalt aus dem Hochbeet

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Von: Stephanie Novy

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Genuss-Inseln am Riss in Weilheim
Die sechs Hochbeete in Weilheim stehen und wurden auch schon mit Jungpflanzen bestückt. Jetzt heißt es hoffen auf möglichst viel Sonnenschein, damit das Gemüse kräftig wächst. © Novy

Weilheim – Lila Grünkohl, Salat, Paprika... Wer mit offenen Augen durch Weilheim läuft hat sie vielleicht schon entdeckt: Hochbeete mit den unterschiedlichsten Gemüsesorten laden zum Naschen ein.

Genuss-Inseln nennen sich die Beete. Die Idee dahinter: Alles, was darin angebaut wird, darf von den Weilheimer Bürgerinnen und Bürgern verwendet werden. Aber natürlich in Maßen, wie Heiner Putzier sagt. Er ist Mitglied beim Arbeitskreis Lebensmittel und essen der Weilheimer Agenda 21, die das Projekt zusammen mit SlowFood Pfaffenwinkel initiiert hatte. Wen eine Paprika oder ein Salatkopf anlacht, darf sich jederzeit an den Hochbeeten bedienen. Komplett abernten sollte man aber nicht. Es soll schließlich für alle was da sein.

Mit dem Projekt will der Agenda-Arbeitskreis Bewusstsein für Diversität schaffen. Das bedeutet laut Putzier aber nicht nur Artenvielfalt sondern auch kulturelle Vielfalt. Woher kommen die Lebensmittel, wie wurden sie produziert, wurden die Produzenten fair bezahlt? All diese Fragen sollten sich Verbraucher stellen. Putzier betont, dass Lebensmittel „in Deutschland extrem billig“ seien. Das würde auch zu Lebensmittelverschwendung führen, denn: „Was billig ist, ist nichts wert.“

Wer sich die Hochbeete gerne mal aus der Nähe anschauen möchte, wird hier fündig:

• an der südlichen Stadtmauer Am Riss

• vor der Stadtbücherei Unterer Graben 3

• auf dem Kirchplatz – in den Terrassenkübeln

• am Maibaumpark Ecke Waisenhausstraße / Alpenstraße

• an der Ammer bei der Fußgängerbrücke (Auwehr) – Ostseite

• an der Ammer bei der Fußgängerbrücke (Auwehr) – Westseite

Bei dem Projekt hatte der Arbeitskreis der Agenda zahlreiche Unterstützer, wie Putzier erzählt. Vor allem auch viele Schülerinnen und Schüler haben mit angepackt. So wurden an der Berufsschule Bretter für die Hochbeete zugeschnitten und zusammengeschraubt sowie Jungpflanzen gezogen. Die 6e des Gymnasiums wird die Betreuung des Hochbeets am Maibaumpark übernehmen, die 7. und 8. Klasse der Mittelschule das Am Riss.

Spenden gab es auch für das in Weilheim bisher einzigartige Projekt. Putzier berichtet, dass der Verschönerungsverein Weilheim eine „großzügige Spende“ übergeben habe, während die Firma Albrecht in Pähl kostenlos das Füllmaterial für die Hochbeete lieferte.

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