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Heimatkundliches Jahrbuch 2022

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Von: Bernhard Jepsen

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Lech-Isar-Land präsentiert Jahrbuch 2022
Präsentierten das Jahrbuch 2022: (v.li.) Georg Leis (Lech-Isar-Land), Klaus Hecker, Bernhard Wöll, Klaus Gast, Josef Mini (Schatzmeister) und Georg Fiedler (Schriftführer). © Jepsen

Peißenberg – Einen bunten Streifzug durch die oberbayerische Kunst- und Kulturgeschichte – das verspricht das neue heimatkundliche Jahrbuch 2022 des Heimatverbands Lech-Isar-Land. Auf 320 Seiten haben 21 Autoren 24 Aufsätze verfasst – unter anderem über die Geschichte der Präparandenschule in Landsberg (Werner Fees-Buchecker), die historische Vereinsfahne der Birkländer Veteranen (Gerhard Heiß) und über die Grenzmarkbeschreibung des Klosters Wessobrunn um das Jahr 960 (Albin Völk).

„Es ist ein wirklich sehr gelungenes Werk, mit dem wir uns wirklich sehen lassen können“, erklärte Kreisheimatpfleger und Schriftleiter Klaus Gast bei der Buchpräsentation in den Räumen der Klaus-Hecker-GmbH in Polling, die für den Druck der 1 400 Jahrbuch-Exemplare verantwortlich war. Gast verewigte sich selbst als Autor – und zwar in einer Abhandlung über das Schicksal einer kleinbürgerlichen Familie aus Murnau in der Zeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Besondere daran: Gast schildert die ganz persönlichen Lebensumstände und bricht damit historische Ereignisse wie die beiden Weltkriege auf den Alltag der Menschen zur damaligen Zeit herunter.

Ein Hingucker ist zudem bereits das Jahrbuch-Cover. Es zeigt kein Motiv aus dem Lech-Isar-Land, sondern Schloss Lebenberg mit seinen Weingärten oberhalb der Gemeinde Tscherms in Südtirol. Das Bild ist ein Hinweis auf den Beitrag von Bernhard Wöll, in dem der Vorsitzende des Heimatverbands die engen Beziehungen zwischen dem oberbayerischen Pfaffenwinkel mit Südtirol beleuchtet und hierbei insbesondere die einst zu den hiesigen Klöstern gehörenden Weingüter und Höfe behandelt.

Die Jahrbücher verzeichnen regelmäßig einen guten Absatz. Das liegt neben der Fachkompetenz der Autoren vor allem an der Konzeption der Werke: „Wir wollen raus aus der altklassischen Geschichtsdarstellung, in der zum Beispiel ein Altar nur beschrieben wird“, erklärt Wöll. In den Texten wird stattdessen immer wieder auch die Reflektion zur Gegenwart eingebaut und der lokale Bezug hergestellt. Die Jahrbücher sind inhaltlich und organisatorisch ein „Mordsaufwand“, wie Wöll betont. Schon jetzt arbeitet man an der nächsten Auflage. Das neue Buch für 2023 ist schon wieder zur Hälfte gefüllt.

Das heimatkundliche Jahrbuch 2022 ist unter anderem in folgenden Buchhandlungen erhältlich (auch Online-Bestellungen sind möglich): Buchhandlung Lesbar und Buchhandlung Thalia in Weilheim, Buchhandlung Peissenbuch in Peißenberg, Fa. Fünkele in Rottenbuch, Buch am Bach in Peiting, Büchergalerie in Schongau, Ammersee Kurier in Dießen am Ammersee, Buchhandlung Gattner in Murnau und Buchhandlung Gräfe & Unzer in Garmisch-Partenkirchen.

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