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Kreisausschuss Weilheim-Schongau spricht sich für 1+1 Turnhalle aus

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Von: Antonia Reindl

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Turnhalle Gymnasium Weilheim
Die Turnhalle des Gymnasiums. Geht es nach dem Kreisausschuss, soll diese einem Neubau weichen, der ebenfalls zwei Hallen, jedoch mit anderen Maßen, umfasst. © Reindl

Weilheim – Drei Varianten standen im Raum, für eine wollte man sich entscheiden – und tat dies am Ende auch. Mal wieder setzte sich der Kreisausschuss mit der Turnhalle am Weilheimer Gymnasium auseinander. Das Ergebnis: Ein mehrheitliches Votum für einen Neubau mit zwei Hallen.

Das Thema sei „ein Dauerbrenner“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) und übergab sogleich das Wort an Florian Steinbach, Sachbereichsleiter der Kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung. Es gebe noch eine Unsicherheit bei der KfW-Förderung, berichtete Steinbach. Wenn überhaupt, erhalte man rund 600 000 Euro. Das „soll jetzt nicht überheblich klingen, doch das macht das Kraut auch nicht fett“, meinte er. Was die Handlungsoptionen anbelangt, so standen theoretisch drei Möglichkeiten zur Auswahl, doch nur eine schien auch in der Praxis sinnig zu sein. Zur Auswahl standen: die Variante „Sanierung“, die mit 6,0 Millionen Euro zu Buche schlagen würde, inklusive Sicherheitspuffer, jedoch zuzüglich der verlorenen Planungskosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro, die Variante „Neubau 1+1“, ein Neubau mit zwei Hallenteilen, der 7,0 bis 8,0 Millionen Euro kosten würde, ebenfalls plus verlorene Planungskosten, und die Variante „Neubau 2+1“, die drei Hallenteile vorsieht. Bei allen Varianten wäre noch einiges zu klären, etwa der energetische Standard, die Wärmeversorgung, die mechanische Lüftung, die Barrierefreiheit. „Wir favorisieren die Variante der Sanierung“, betonte Markus Kunzendorf (ödp). Die Variante „2+1“ sei aus seiner Sicht „durch“. Für die Neubauvariante „1+1“ sprach sich Wolfgang Scholz (CSU) aus, denn diese würde im Lebenszyklus die günstigere Lösung werden. Mit einer Entscheidung schwer tat sich Wolfgang Taffertshofer (BfL). Der energetische Standard beschäftigte Markus Bader (SPD), der betonte, dass „wir alle natürlich ökologisch bauen wollen“, man die Kosten aber auch in Relation zur Lebenszeit des Bauwerks sehen müsse. Bader möchte „nicht Geld für einen Stempel ausgeben“.

Es sei zeitgemäß, über den Energieverbrauch nachzudenken, befand Karl-Heinz Grehl (Grüne) und sprach sich für die „1+1“-Variante aus. Die alte Turnhalle sei nicht sanierbar, „im Grunde genommen“ seien es „nur Gymnastikhallen“, die für Ballsport nicht geeignet seien. Ebenfalls zu dieser Variante „tendieren wir“, sagte Michael Marksteiner (Freie Wähler). Das „Abenteuer“, die Variante „2+1“, hätte Rüdiger Imgart (AfD) „gerne gewagt“, weshalb sein Herz etwas blute. Mit einer Sanierung könne er „nichts anfangen“, sagte Klaus Gast (CSU), der sich ebenfalls für den Neubau einer Zweifachturnhalle aussprach.

Allein auf weiter Flur stand da Kunzendorf mit seiner Aussprache pro Sanierung. „Uns geht’s nicht nur ums Finanzielle“, stellte er klar, es gehe seiner Fraktion und ihm auch um die graue Energie. Auch Jochner-Weiß blutete das Herz, angesichts der nun abgeschriebenen dritten Variante. Sie werde der „1+1“-Variante zustimmen. Der Charme dieser Variante wäre, so schnell wie möglich zwei neue Hallen zu bekommen, machte Kreiskämmerer Norbert Merk klar. Am Ende stimmte das Gremium mehrheitlich (Gegenstimme: Kunzendorf) dafür, dem Kreistag die Variante „Neubau 1+1“ zu empfehlen. Mit dieser Variante bleibt man bei nur zwei Hallen. Doch nun habe man die Möglichkeit, wie Jochner-Weiß betonte, eine Turnhalle zu errichten, „die der Norm entspricht“.

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