1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Kreisbote

Neuer Standort für die Sammelstelle in Peißenberg

Erstellt:

Von: Bernhard Jepsen

Kommentare

Sammelstelle Weilheimer Straße Peißenberg
Präsentierten die neue Sammelstelle an der Weilheimer Straße: (v.li.) Bauhofleiter Roman Bals, Ordnungsamtsmitarbeiter Andreas Fischer, Frank Zellner und Claudia Knopp. © Jepsen

Peißenberg – Illegale Müllablagerungen an ihren Sammelstellen sind für die Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA) quasi ein Dauerproblem. Diesbezüglich besonders „berüchtigt“, wie es EVA-Abfallberaterin Claudia Knopp formuliert, war bislang auch die Station am östlichen Ende der Holzerstraße in Peißenberg. Zusammen mit der Gemeinde hat die EVA nun reagiert: Die Sammelstelle wurde aufgelöst und der Standort ein paar Meter weiter an die nahegelegene Weilheimer Straße verlegt.

Wenn man vom Kreisverkehr kommend auf der Weilheimer Straße Richtung Gartencenter Dehner fährt, dann rückt sie unweigerlich ins Blickfeld – die neue Wertstoffsammelstelle für Glas, Dosen, Altkleidung sowie Kleinelektrogeräten und Batterien. Die gute Einsehbarkeit war ein wesentliches Kriterium bei der neuen Standortauswahl – weil dann nach den Erfahrungen der EVA die Hemmschwelle zur illegalen Müllentsorgung steigt. Die alte Sammelstelle am Abwasserpumpwerk der Gemeindewerke war alles andere als ideal, weil sie vom Untergrund her nicht befestigt war und aufgrund ihrer versteckten Lage hinter dichten Büschen geradezu eine Einladung für illegale Müllentsorgung war. Die Gemeinde und die EVA haben deshalb vom Bauhof für rund 5000 Euro einen neuen Containerstandortplatz pflastern lassen.

„Ich bin ganz froh, wenn auch einmal etwas Positives über Container-Standorte berichtet wird“, meinte EVA-Abfallberaterin Claudia Knopp bei einem Pressetermin vor Ort: „Illegale Müllentsorgungen nehmen immer mehr zu – vor allem seit der Corona-Pandemie. Viele Leute nutzen die Zeit, um zu entrümpeln.“ An den Recyclinghöfen stieg das Müllaufkommen im Zuge der Corona-Krise um 18 Prozent, parallel dazu die illegale Entsorgung um 20 Prozent. 2020 wurden im Landkreis 75 Tonnen wild abgelagert – ein Teil davon eben auch an der Holzerstraße. Knopp spricht von „Klassikern“ wie gelben Säcken, Kartonagen sowie Haus- und Sperrmüll.

Ein weiterer Vorteil des neuen Standorts: Er ist verkehrstechnisch besser zu erreichen – sowohl für die privaten Anlieferer als auch für die Entsorgungslastwägen: „Es braucht dann niemand mehr durch die Tempo-30-Zone auf der Holzerstraße fahren“, so Bürgermeister Frank Zellner. Auch die Anwohner würden entlastet, wenn der „Müllverkehr“ über den Kreisverkehr laufen würde. Derzeit gibt es in Peißenberg acht Sammelstellen. Die EVA würde gerne drei weitere einrichten. Das Problem: „Keiner will Container in seiner unmittelbaren Nachbarschaft stehen haben“, so Knopp.

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim-Schongau auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare