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Peißenberg und RVO investieren in Infrastruktur

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Von: Bernhard Jepsen

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Haltestellen Peißenberg
Oben alt, unten neu: (v.li.) Frank Zellner und Ralf Kreutzer mit der neuen, einheitlichen Beschilderung für die 48 Haltestellen im Gemeindegebiet. © Jepsen

Peißenberg – In der Marktgemeinde ist man darum bemüht, die Ortsdurchfahrt verkehrstechnisch zu entlasten. Deshalb soll unter anderem der ÖPNV attraktiver gestaltet werden. Ein erster Schritt zur anvisierten Mobilitätswende war die Einführung des von der Kommune nun komplett subventionierten Peißenberg-Tickets, mit dem die Fahrgäste seit Anfang Oktober die RVO-Buslinien (Regionalverkehr Oberbayern) innerorts kostenlos nutzen können.

Auch wenn noch keine konkreten Zahlen vorliegen, wird das Angebot offenbar rege genutzt: „Wir haben positive Resonanz gerade auch von Eltern, die ihre Kinder so kostenlos mit dem Bus durch den Ort schicken“, berichtet Bürgermeister Frank Zellner.

Ein zweiter wesentlicher Baustein in der lokalen ÖPNV-Offensive von Gemeinde und RVO ist neben dem Peißenberg-Ticket die Modernisierung der Bushaltestellen. 48 RVO-Stationen gibt es in Peißenberg insgesamt. Die zum Teil 30 Jahre alte Beschilderung ist mit alten Logos versehen und längst vergilbt. Das gibt kein gutes Bild ab. „Haltestellen sind die Visitenkarten des Nahverkehrs und der Gemeinde“, betont Ralf Kreutzer, der RVO-Niederlassungsleiter. Der Markt und der RVO haben den Handlungsbedarf erkannt und im Rahmen eines knapp 6000 Euro teuren Kooperationsprojekt neue Schilder angeschafft.

Als erste Haltestellen wurden respektive werden die beiden Busbuchten an der Station „Rathaus“ umgerüstet. Das Besondere: Die Namen der einzelnen Haltestellen werden auf den Schildern künftig zu lesen sein. Das ist ein Standard, den der RVO bislang im Landkreis nur in Peißenberg anbietet. Vonseiten der Gemeinde ist man entsprechend begeistert: „Es schaut schön aus, wenn die Schilder ein einheitliches Erscheinungsbild abgeben“, konstatiert Rathauschef Zellner.

Neben den Haltestellenemblemen werden sich aber auch die Fahrplanschilder in neuem Outfit präsentieren. Die einzelnen Buslinien sind künftig in größerer Schrift aufgelistet und übersichtlicher geordnet. Wochenendtage werden separat aufgeführt. „Das ist eine gute Informationsaufteilung“, so Kreutzer.

Weitere Maßnahmen zur infrastrukturellen Aufwertung sind bereits angedacht. „Mein Vorhaben ist es, dass wir auch mit digitalen Instrumenten arbeiten wollen. Über die zeitliche Umsetzung und den Umfang kann ich aber noch nichts sagen“, erklärt Zellner. Denkbar wäre, dass Fahrgäste per digitaler Anzeige über die Ankunftszeit des Busses informiert werden. Am Unteren Graben in Weilheim gibt es bereits eine solche GPS-basierte Ausstattung. Nach Meinung Zellners könnte ein solches Angebot auch den kostenlosen Ortsbus weiter pushen. Passanten könnten sich dann zum Beispiel spontan für eine Mitfahrt entscheiden, wenn sie lesen würden, dass an der jeweiligen Station gleich der Bus hält.

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