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Stadttheater Weilheim: Krimikomödie begeistert Publikum

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Von: Bianca Heigl

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Lauter Lügen um eine Leiche im Stadttheater Weilheim
In diesem Stück kämpft jeder seinen Kampf (v.li.): Lorenzo mit dem Tisch, Carlos mit dem Glauben an seine Frau, die Nachbarin mit ihrer ungestillten Neugier, Julia mit ihrer eigenen Glaubwürdigkeit und der Einbrecher in der Lederjacke mit allem, was bei seinem Coup schiefgeht. © Heigl

Weilheim – Auch im zweiten Pandemie-Jahr trotzten die Weilheimer Festspiele allen Widrigkeiten und brachten ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne.

Und da dank Raumlüftungsgeräten auch das Stadttheater wieder bespielt werden konnte, durften sich im Herbst und Winter viele auf die kulturellen Auszeiten vom Alltags-Wahnsinn freuen. Den fulminanten Schlusspunkt der Saison 2021 setzte die Krimikomödie „Lauter Lügen um eine Leiche“ vom spanischen Erfolgsautor Alfonso Paso (1926 – 1978) in der deutschen Übersetzung von Hagen Horst.

Und was da unter der Regie von Yvonne Brosch über die Bühne wirbelte, war ein echtes Feuerwerk an Irrungen und Wirrungen. Denn Julia, die Dame des Hauses (Astrid Martiny), die gern die Wahrheit recht relativ betrachtet, stürzt ins Chaos, als tatsächlich am Weihnachtsabend Einbrecher (Kolja Heiß und Ruben Hagspiel) in ihre spanische Villa (Bühnenbild Andreas Arneth) eindringen. Das eigene Hausmädchen Elisa (Simone Fulir) gewährte ihnen Zutritt und soll – um den Schein zu wahren – als ohnmächtiges „Opfer“ aufgefunden werden. Doch da sich der Restaurantbesuch der Herrschaften zerschlägt, kommt alles ganz anders. Und mittendrin Julia, die verzweifelt versucht, ihrem Mann Carlos (Claus Peter Damitz) und seinem Freund Lorenzo (Uwe Kosubek) die Geschichte, der sie auf die Spur gekommen ist, zu verheimlichen. Sie würden ja ohnehin alles für eine ihrer Lügen halten und außerdem bedroht der Gangster in der Lederjacke sie. Als wäre das noch nicht genug, betritt dann auch noch die neugierige Nachbarin (Nathalie Seitz) die Szene. Und wer ist der Unbekannte, der so spät noch klingelt?

Mit „Lauter Lügen um eine Leiche“ ist den Weilheimer Festspielen wieder ein echtes Glanzstück gelungen, was von den Zuschauern im leider immer noch nur zu einem Viertel besetzten Stadttheater mit herzlichem Gelächter und viel Applaus quittiert wurde.

Und man darf sich schon jetzt freuen, denn nach einer kurzen Ruhepause im Januar öffnet das Stadttheater voraussichtlich im Februar wieder seine Pforten. Auf dem Spielplan sollen dann nochmals „Lauter Lügen um eine Leiche“ und die Meisterkomödie „Das Ende vom Anfang“ von Sean O‘Casey stehen. Wie der genaue Spielplan aussehen wird, hängt aber auch von den Regeln ab, die dann gelten. Genaueres ab Donnerstag, 20. Januar, online auf der Website des Theaters.

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