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Strom-Blackout: Notfall-Boxen für Gemeinde und Infoabend

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Dorsch Kreitner Blackout Stromausfall Hohenpeißenberg
Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch (links) hat für seine Gemeinde Notfall-Boxen für den Fall eines überregionalen, langandauernden Stromausfalls von der Familie Kreitner entgegengenommen. Dr. Sandra Kreitner (rechts) hält am heutigen Mittwochabend einen Online-Infovortrag. © Kreitner

Hohenpeißenberg – Eine ganz besondere Sachspende hat Bürgermeister Thomas Dorsch für die Gemeinde Hohenpeißenberg von der Familie Kreitner entgegengenommen: drei Notfall-Boxen für den Fall eines überregionalen, langandauernden Stromausfalls. Am heutigen Mittwoch findet ein Online-Infoabend zum Thema statt.

Dr. Sandra Kreitner ist Notfall- und Krisenmanagerin und Mitglied im BSKI (Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen) und der GfKV (Österreichische Gesellschaft für Krisenvorsorge). Sie hofft, dass der Fall, dass die Spende gebraucht wird, gar nicht eintritt. Doch steige derzeit das Risiko für eine Strommangellage oder einen Blackout stark an.

Die Gründe: niedrige Gasspeicher (europaweit), Abschaltungen von knapp 10 GW Kraftwerken und, hier zitierte sie Eon-Chef Leonhard Birnbaum, ein Stromnetz „an seiner Leistungsgrenze“. Vor allem falls der Winter in Europa sehr kalt wird, sieht Kreitner ein wachsendes Risiko. „Darum war es uns ein Anliegen, dass die Gemeinde in solch einem Fall schnell arbeits- und handlungsfähig wäre, da bei überregionalen Katastrophen Hilfe von außen nicht möglich sein wird.“

Als Herzstück der Spende bezeichnet sie einen Notfallplan inklusive kurzer Einführung in die Krisenstabsarbeit mit Vordrucken. Inhalt sind außerdem Campinglampen, ein Campingkocher, Faltkanister, ein batteriebetriebenes Radio, Stirnlampen und so weiter. Zudem eine Auswahl an haltbaren Lebensmittel als Symbol für den 14-tägigen Vorrat, den jeder laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe daheim haben sollte.

Sie appelliere, für eine persönliche, gesunde Notfallvorsorge für 14 Tage zu sorgen, so Kreitner. Weitere Infos und Checklisten finden sich unter www.bbk.bund.de und www.stromausfall-wm-sog.de. Sie distanziere sich von „gewissen Gruppierungen, die das Thema Blackout für ihre eigenen Zwecke verwenden“, erklärte Kreitner. Es gelte, das Thema unpolitisch, wissenschaftlich und neutral zu behandeln. „Denn Krisenvorsorge geht uns alle an.“  

Der heutige Infoabend für die Bevölkerung findet ehrenamtlich im Rahmen des Blackout Vorsorge Pilotprojektes Hohenpeißenberg statt und ist kostenlos. Er beginnt um 19 Uhr. Anmeldungen per E-Mail an stromausfall-wm-sog@gmx.de, dann erfolgt die Zusendung des Links zur Veranstaltung.

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