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Website für die neue Orgel der Mariä Himmelfahrt

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Von: Bianca Heigl

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Website für neue Orgel
Nach dem Sonntagsgottesdienst präsentierte Stefan Gödeke (stehend) die Website für die neue Orgel in Mariä Himmelfahrt. © Heigl

Weilheim – Wenn’s um die neue Orgel für die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt geht, ziehen die Organisatoren buchstäblich alle Register. Nach verschiedenen Benefizaktionen wie einer Kunstversteigerung, dem Verkauf von Orgelwein und anderem mehr präsentieren sie das Projekt nun auf einer eigenen Website unter www.unsereneueorgel.de. Vorgestellt wurde die Homepage im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst von Initiator Stefan Gödeke und Dr. Ulrich Bracker, Mitglied der Kirchenverwaltung.

Schon das Titelbild der neuen Homepage macht Lust auf mehr, denn in Überblendtechnik sieht man hier schon einmal in Form einer Animation, was für ein Instrument das bisherige auf der Empore ersetzen soll. Neben dem Hauptwerk in der Mitte wird es ein Schwellwerk und ein Positiv geben, die rechts und links angeordnet werden. Die Statik der Empore wurde bereits geprüft und es sind nur einige Verstärkungen nötig. Aber damit nicht genug: „Ein besonderes Highlight ist ein viertes Werk, das hinter dem Hochaltar angeordnet wird, das sogenannte Solowerk. Hier sind besonders prägnante Solostimmen integriert, die über die besondere Akustik der Kirche einen sehr schönen Klang in der Kirche entfalten“, kann man auf der Homepage lesen. Eher frei und modern wird die Anordnung der Pfeifen sein, die der Kirchenbesucher sieht. Dieser Orgelprospekt soll einerseits die barocke Kirchengestaltung widerspiegeln, andererseits den Klangkörper durchlässig erscheinen lassen. Mit etwa 50 verschiedenen Klangfarben, die Register enthalten, verteilt auf vier Manuale und einen Pedalsatz, kann ein reichhaltiges Repertoire europäischer Orgelmusik auf diesem Instrument gespielt werden.

Neue Orgel Mariä Himmelfahrt Website
So könnte es einmal aussehen, wenn die neue Orgel mit dem Hauptwerk in der Mitte sowie Positiv- und Schwellwerk an den Seiten auf der Empore errichtet wird. © Screenshot: Heigl

Zudem – das ist jedoch ein Wunsch, der im bestehenden Vertrag mit dem Orgelbauer nicht enthalten ist und somit nur bei finanzieller Deckung realisierbar ist – wünscht man sich einen mobilen Fernspieltisch. Dieser würde dann in unmittelbarer Nähe des Altarraums angebracht, um den Organisten im Gottesdienst wie auch bei Konzerten näher an die Besucher heranzubringen. Zusätzlich würden hierfür 90 000 Euro fällig.

Der Vertrag mit der Firma Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth in March-Hugstetten wurde bereits im September 2020 geschlossen. Die genaue Konzeption soll in diesem Jahr erarbeitet werden, der Bau soll dann 2023 und die Aufstellung 2024 erfolgen.

Mehr als 3 000 neue Pfeifen werden in Mariä Himmelfahrt erklingen, wenn das Werk vollendet ist. Doch dazu ist neben viel Arbeit auch noch ein ordentlicher Geldbetrag nötig, wenngleich die Finanzierung schon sehr weit gediehen ist. Rund 900 000 Euro sind bereits auf dem Orgelkonto, so dass bis zur anvisierten Summe von 1,1 Millionen Euro „nur“ noch 200 000 Euro fehlen. Unterstützen kann man den Bau der neuen Orgel mit einer Spende oder einer Pfeifen-Patenschaft. Auch darüber informiert die neue Homepage ausführlich. So gibt es Hörbeispiele der verschiedenen Dispositionen, die Bauform wird gezeigt und man kann sich individuell für eine – oder auch mehrere – ganz spezielle Pfeifen entscheiden. Ein Plan zeigt auch, welche Patenschaften bereits vergeben sind und man kann online die Prüfung der Verfügbarkeit der eigenen Wunsch-Pfeife beantragen. Und wer sich gar in ein ganzes Register verliebt, kann es Professor Helmschrott gleichtun, der mit einer Spende von 20 000 Euro das komplette Register Fagott 16´ für das Solowerk finanziert.

Das Spendenkonto für die Orgel ist eingerichtet bei der Sparkasse Oberland, IBAN DE27 7035 1030 0000 3539 04.

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