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Der neue Vorstand: (vorne v.l.) Dr. Frank Hüpers, Robert Mateyka und Stefan Zirngibl, (zweite Reihe v.l.) Anton Buchner, Thomas Rutz und Michael Andrä, (dritte Reihe v.l.) Johann Sieber und Birgit Binder, (vierte Reihe v .l.) Benjamin Aurhammer, Josef Pfister und Norbert Schmid. 

Einstimmiges Votum bei Kreishandwerkerschaft Oberland

Stefan Zirngibl aus Weilheim weiter Kreishandwerksmeister

Stefan Zirngibl bleibt Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Oberland. Bei der Vollversammlung des Verbandes wurde der Weilheimer Schlossermeister einstimmig für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt, das er seit 2009 ausübt.

Weilheim-Schongau – Seine Stellvertreter werden künftig Michael Andrä aus Obersöchering und Thomas Rutz aus Oberammergau sein, die Anton Buchner und Johann Sieber ablösen.

In seinem Bericht für das vergangene Jahr hob Zirngibl die gewaltigen Summen hervor, die von staatlicher Seite für die Berufsschulen in Weilheim (70 Millionen Euro) und Garmisch-Partenkirchen (30 Millionen Euro) investiert werden: „Dabei wird die Wertschätzung deutlich, die uns Handwerkern zuteil wird.“ Während das Gebäude in Weilheim komplett neu errichtet werde, stehe in Garmisch-Partenkirchen die Sanierung des Altbestandes aus den 1970er Jahren an.

Mit den gegenwärtigen Absolventenzahlen zeigte sich der Kreishandwerksmeister zufrieden, aber: „Insbesondere im Lebensmittelhandwerk bräuchten wir einen guten Schlag mehr. Wir haben bei den Bäckern und Metzgern zu wenig Lehrlinge.“

Als erfreulich wertete Zirngibl, dass die Geschäftsleitung der Maler und Lackierer, die bislang in der Münchner Innung untergebracht gewesen sei, seit dem 1. Januar 2019 zur Innung Oberland gehöre: „Dadurch haben wir fast 100 Betriebe hinzugewonnen. Nunmehr sind es rund 900, die zu uns zählen. Somit sind wir eine der größten Kreishandwerkerschaften im Oberland.“ In diesem Zusammenhang beschwor er die Gemeinschaft und den Zusammenhalt innerhalb der Organisation: „Wir müssen alles dafür tun, dass wir in der Region stark bleiben. Es gibt viel zu tun, packen wir‘s an.“

Ministerium hat Fehler erkannt

In seinem Vortrag zum Thema „Aktuelles zur Handwerkspolitik“ informierte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Frank Hüpers, die Zuhörer über aktuelle Entwicklungen, wobei er besonders auf die „Rückvermeisterung“ einging. So seien bei der Handwerksnovelle von 2005 nicht weniger als 53 meisterpflichtige Handwerksberufe in „zulassungsfreie Handwerksberufe“ umgewandelt worden. „Wir haben damals vor diesem Schritt gewarnt“, unterstrich Hüpers, „und wir haben Recht behalten.“

Die Folge waren mit keinerlei beruflicher Qualifikation, die zudem nicht ausbilden konnten. Deren Arbeitsqualität ging zulasten des Verbrauchers zurück. Nun habe das Bundeswirtschaftsministerium diesen Fehler erkannt: „Nun werden einige Berufe – etwa zehn bis zwölf – in die Meisterpflicht zurückgeholt.“ Welche, könne er im Moment noch nicht sagen. Für die bereits gegründeten, qualifikationslosen Betriebe habe dies aber keine Auswirkungen, sagte der Hauptgeschäftsführer.

Der langjährige Rektor der Berufsschule Garmisch-Partenkirchen, Johannes Klucker, stellte den Handwerksmeistern seine Nachfolgerin Sabine Lohmüller vor, die am 1. August an seine Stelle treten wird. Zirngibl bot ihr eine gute Zusammenarbeit mit seinem Verband an: „Ich freue mich auf den Neubeginn.“

Gewählt wurden: Kreishandwerksmeister: Stefan Zirngibl (Weilheim), erster Stellvertreter:Michael Andrä (Obersöchering), zweiter Stellvertreter:Thomas Rutz (Oberammergau), Beisitzer: Benjamin Aurhammer (Oberammergau), Birgit Binder (Seehausen), Robert Mateyka (Iffeldorf), Johann Sieber (Forst), Norbert Schmid (Penzberg), Anton Buchner (Uffing), Josef Pfister (Starnberg) und Alois Eggersdorfer (Hohenpeißenberg).

Heino Herpen

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