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„From Dawn till Dusk – Colored City“ besticht durch seine Farben.

Museum Penzberg  

Kulturvereine sammeln für eine Kunst-Installation

Drei Penzberger Kulturvereine wollen dem Museum die aktuelle Kunst-Installation spendieren. Damit „Tiefenlicht“ auch weiter strahlt. Doch es braucht dafür Spenden.

Penzberg– 7400 Besucher haben die Ausstellung „Tiefenlicht“ – bei der die Installation „From Dawn till Dusk – Colored City“ der Kölner Künstlerin Marina Herrmann gezeigt wurde – im Museum Penzberg/Sammlung Campendonk gesehen. Das Erlebnis von Farbe, Transparenz und wechselndem Licht begeisterte die Besucher, so die ehemalige Museums-Chefin und zweite Vorsitzende des Vereins Kunstzeche, Gisela Geiger, bei der Jahresversammlung. „Es gibt immer eine lange Verweildauer in dem Raum“. Diese Verweildauer soll länger anhalten: Die Kunstzeche will mit dem Freundeskreis Heinrich Campendonk und der Kulturgemeinschaft Penzberg die Installation ankaufen und dem Museum schenken. Bei der Jahresversammlung gab Geiger Details bekannt. Mit Spenden soll die 10 000 Euro teure Anschaffung finanziert werden. „Farblicht“ heißt das Projekt.

Es ist nicht die erste gemeinsame Aktion der Vereine. Von 2014 bis 2015 sammelten sie – und der Bergknappenverein – mit der Aktion „Klinkerklick“ über 10 000 Euro für das neue Stadtmuseum. Im Sommer 2016 hatte die Kunstzzeche die Installation „Lichttrichter“ von Dorothea Reese-Heim angekauft, die nun im Foyer des Museums steht. 2000 Euro stellte der Verein für die Hängekonstruktion von „From Dawn till Dusk – Colored City“ – die für dem Raum angepasst wurde – bereit. Künstlerin Herrmann hat ihr Werk für den Dachgeschossraum des Museum-Neubaus entworfen und eingerichtet. Geiger: „Es wäre wirklich ein Verlust für das Haus, jetzt alles gleich wieder zusammenzupacken und zurückzugeben.“ Mit der „Farblicht“-Idee sei man auf die anderen Vereine zugegangen. Weiteres Geld aus den Vereinskassen – die Kunstzeche zahlte bereits 2000 Euro – werden nicht verwendet.

Vorschläge, wie das Projekt zu finanzieren ist, wurden in der Sitzung diskutiert. Das Thema „Crowdfunding“ kam auf den Tisch. Ob diese internationale Plattform auch für ein Projekt in Penzberg sinnvoll ist, bezweifelte Geiger. „Wir brauchen Spender hier in der Gegend.“ Crowdfunding könne jedoch erfolgreich sein, merkte Vereinsmitglied Susanne Hanus an. „Wir sollten drüber nachdenken“, sagte Kunstzechen-Vorsitzender Thomas Grubert. Rechnungsprüferin Christa Kratzer schlug vor, eine Versteigerung zu organisieren, bei der Künstler und Vereins-Mitglieder Werke zur Verfügung stellen. Vor Jahren gab eine ähnliche Aktion: Im November 2002 versteigerte die Kunstzeche Werke von Künstlern, von denen viele schon im Stadtmuseum ausgestellt hatten.

Vor allem sind Penzberger und Kunstliebhaber dazu aufgerufen, nun zu spenden. Bis Mitte Juni läuft die Aktion. Kommt der Betrag für den Ankauf nicht zustande, werden die Spenden zurück überwiesen. Wird der Betrag überschritten, kommt er weiteren Käufen für das Museum zugute. „Spenden in jeder Höhe sind willkommen“, sagt Geiger. Für größere Beträge stellt Marina Herrmanns Galerist als Gegengabe insgesamt zehn Plexi-Säulen (50 Zentimeter hoch, à 950 Euro) zur Verfügung, in denen Dias der Türme aus der Installation eingeschlossen sind. Eine eigene Installation – nur eben im kleineren Format.

Magdalena Kratzer

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