Projekt des SV Polling ist gestorben

Kunstrasenplatz ist passé

Polling - Es wird keinen Kunstrasenplatz in Polling geben. Der SV will stattdessen die Anlage in Oderding nachrüsten.

Das Zukunftsprojekt „SVP 2020“ ist gestorben, dennoch bleiben die Sportstätten Dauerthema beim SV Polling. Das zeigte sich auch bei der Hauptversammlung, die traditionell am Vorabend des Dreikönigstags im Gasthaus „Alte Klosterwirtschaft“ stattfand. Obwohl keine Wahlen auf dem Programm standen, war das Interesse mit 79 Anwesenden recht groß.

Die Vereinsmitglieder wollten von Elvira Hutter-Heinrich, die seit 2015 den Verein offiziell führt, vor allem wissen, wie es mit dem geplanten Neubau des Vereinsheim und einem weiteren Fußballplatz aussieht. „Im Februar 2015 habe ich dazu ein Konzept erstellt“, berichtete die SVP-Chefin. Das sah vor, ein drittes Spielfeld für die Fußballer als Kleinfeld umzusetzen. „Mitte Mai erhielten wir dann Nachricht von der Gemeinde, dass das Konzept abgelehnt wurde“, so Hutter-Heinrich. Sie habe daraufhin die Pläne überarbeitet. Heraus kamen vier Varianten. „Der zweiten, die ein Vereinsheim mit Turnraum ohne Kunstrasenplatz und eine Aufrüstung des Platzes in Oderding vorsieht, stimmte der Gemeinderat zu“, so Hutter-Heinrich.

„Der Beschluss gilt vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht“, so die Vereinspräsidentin. Sofern diese Hürde genommen wird, gerechnet wird damit bis Ende April, soll im Sommer der Grundstein für das neue Vereinsheim gelegt werden. Dafür sind Kosten von rund 860 000 Euro veranschlagt. „Den Trainingsplatz in Oderding müssen wir früher aufrüsten, da er unbedingt benötigt wird“, meinte Hutter-Heinrich. Die Ertüchtigung der Anlage sieht unter anderem Flutlicht, Anbau von Duschen sowie einen Zaun vor. Dafür sind rund 145 000 Euro veranschlagt. Finanziert werden die beiden Vorhaben im Wesentlichen durch die Gemeinde. Der SVP, der Eigenleistungen von rund 80 000 Euro einbringt, rechnet zudem mit einer Förderung des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) über 100 000 Euro. Den Plänen, die auch eine eventuelle Darlehensaufnahme zur Zwischenfinanzierung durch den Verein in Höhe von 200 000 Euro vorsehen, stimmte die Versammlung einhellig zu.

„Wir müssen jetzt den Plan für das Vereinsheim im Detail ausarbeiten und genehmigen lassen und dann auch Angebote einholen“, erklärte Hutter-Heinrich. In ihrem Rechenschaftsbericht hatte sie auch eine unerfreuliche Meldung parat: Die Tischtennisabteilung hat im Vorjahr ihren Spielbetrieb eingestellt.

Erfreulicher präsentierten sich die Zahlen im Kassenbericht. Der Verein der aktuell 1031 Mitglieder hat (2014: 1068), schloss das Vorjahr mit einem Plus von rund 9000 Euro ab. Überschaubar blieb zum Schluss die Wunschliste der Anwesenden. Angeregt wurden Sportangebote für Asylbewerber, die im Klosterort untergebracht sind. „Wir haben bereits Basketball- und Lauftraining durchgeführt. Weitere Abteilungen sollten sich aber beteiligen“, so Hutter-Heinrich zum Ende der rund zweistündigen Versammlung.

Roland Halmel

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