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Wird aus „Tengelmann“ bald „Edeka“? An der Oderdinger Straße gäbe es dann den dritten „Edeka“-Supermarkt in Weilheim.

Notizen aus der Wirtschaft

Hoffnung für 101 „Tengelmann“-Mitarbeiter

Landkreis - Noch ist nicht klar, wie es mit den "Tengelmann"-Filialen weitergeht. Die Mitarbeiter im Landkreis dürfen aber zumindest hoffen.

Noch ist nicht ganz klar, wie es mit den „Tengelmann-Filialen“ im Landkreis weitergeht, doch die insgesamt 101 Beschäftigten in Weilheim, Huglfing, Penzberg und Seeshaupt können wieder hoffen, dass sie ihren Arbeitsplatz in den nächsten Jahren nicht verlieren. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will per Ministererlaubnis die Entscheidung des Bundeskartellamtes aushebeln, die „Edeka“ verboten hatte, die Supermarktkette „Kaiser’s Tengelmann“ zu übernehmen. Diese Erlaubnis wäre, wie berichtet, an verschiedene Bedingungen geknüpft. Unter anderem dürfte „Edeka“ nur drei Prozent der vorhandenen Stellen streichen und fünf Jahre lang keine Filiale an Einzelhändler verkaufen.

„Wir müssen erst einmal abwarten“, sagte eine „Tengelmann“-Sprecherin über die neue Entwicklung. „Wir freuen uns, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel beabsichtigt, die Erlaubnis für eine Übernahme von ,Kaiser’s Tengelmann‘ durch ,Edeka’ zu erteilen. Dies ist eine gute Nachricht für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da sie jetzt eine sichere Perspektive unter dem Dach des ,Edeka‘-Verbunds haben.“ Es gibt also einen Hoffnungsschimmer für die insgesamt 16.000 „Tengelmann“-Mitarbeiter, von denen 19 in Huglfing, 13 in Seeshaupt, 46 in Penzberg und die 23 in Weilheim beschäftigt sind. In zwei Wochen dürfte mehr über die Zukunft der „Tengelmann-Filialen“ klar sein. „Hoffentlich wissen wir in zwei Wochen mehr“, sagt die Sprecherin.

Wenn die Übernahme klappt, würde das bedeuten, dass es in Weilheim gleich drei große „Edeka“-Märkte gibt. Den an der Münchener Straße, den Neubau an der Kanalstraße und dann den Supermarkt an der Oderdinger Straße, der derzeit noch ein „Tengelmann“ ist.

Zu welcher Kette der Markt dort auch gehört, nach Ansicht des Geschäftsführers des Standortfördervereins Stefan Frenzl, ist es wichtig, dass der Standort für einen Vollsortiment-Supermarkt an der Oderdinger Straße bestehen bleibt. „Dieser Markt hat eine starke Funktion für die Versorgung des Weilheimer Südens“, sagt Frenzl. Dass die Übernahme der Weilheimer „Tengelmann“-Filiale etwas an der Versorgungssituation ändert, kann er sich nicht vorstellen.

In Weilheim gibt es laut Frenzl derzeit zehn große Supermärkte, in denen Lebensmittel angeboten werden, mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 14 000 Quadratmetern. Das bedeutet, dass auf etwa 1000 Einwohner eine Verkaufsfläche von rund 650 Quadratmetern im Lebensmitteleinzelhandel kommen. „Das ist weit über dem Durchschnitt“, sagt der Standortförderer.

-Kathrin Hauser-

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