Sanierungen und Neubau

100 Millionen Euro nur für Weilheim

Weilheim - Der Landkreis investiert bis 2020 in Weilheimer Schulen und ins Krankenhaus. Finanziert wird das ganze über die Kreisumlage.

 Bis 2020 will der Landkreis rund 130 Millionen Euro in Sanierung und Neubau von Schulen und Krankenhäusern investieren. Allein 100 Millionen davon fließen in die Kreisstadt. Das sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß beim Neujahrsempfang der Weilheimer CSU (siehe unten). Alle diese Vorhaben seien „längst überflüssig“, so die Landrätin. Die Finanzierung sei aber ihre „große Sorge“.

Der größte Brocken in Weilheim mit geschätzten Baukosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro wird demnach der Neubau des Berufsschulzentrums am Narbonner Ring an der nördlichen Stadtgrenze sein. Wie groß gebaut werde, stehe noch nicht fest, sagte sie in Richtung der Kritiker des Vorhabens. Darüber wird unter anderem am heutigen Montag bei einer gemeinsamen Sitzung des Kreis- und des Schulausschusses (10 Uhr, Sitzungssaal „Zugspitzstraße“, Stainhartstraße) beraten. Dabei soll auch das Raumprogramm für die neue Schule beschlossen werden, die in den Jahren von 2017 bis 2020 realisiert werden soll.

Laut Jochner-Weiß werden Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) mit ihren rund 700 Schülern nicht in das neue Berufsschulzentrum ziehen. Auch das bestehende Berufsschulgebäude an der Kerschensteinerstraße werde wohl weiter gebraucht, beispielsweise für die Fachklassen für Asylbewerber.

Weitere 22 Millionen Euro steckt der Landkreis in die in den kommenden Sommerferien beginnende Sanierung des Weilheimer Gymnasiums, die bis 2018 abgeschlossen sein soll (wir berichteten). Weitere 30 Millionen Euro wird der Umbau des Weilheimer Krankenhauses verschlingen, der heuer beginnen wird. Neben dem Bettentrakt werden auch ein neuer, bis zur Straße vorgezogener Eingangsbereich sowie neue OP-Räume und eine neue Notaufnahme erstellt.

Die Frage, die ihr schon schlaflose Nächte bereite, sei: „Wie finanzieren wir das alles?“, sagte Jochner-Weiß. Sie hatte darauf nur eine Antwort parat: „Wir können es nur schaffen, wenn alle sich einig sind, dass wir eine angemessene Kreisumlage brauchen“.

Bezahlt wird die Kreisumlage von den 34 Kommunen im Landkreis anhand ihrer Wirtschaftskraft. Sie lag im Jahr 2015 im Landkreis bei 56 Prozent und war damit die höchste in Bayern. Bleibt es 2016 bei 56 Prozent, muss die Stadt Weilheim heuer eine Kreisumlage von 12,9 Millionen Euro berappen. Jeder Prozentpunkt mehr bedeutet für sie Mehrausgaben von 230 000 Euro.

Brigitte Gretschmann

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