Entspannte Kandidaten, fröhliche Gäste: von links Andrea Jochner-Weiß (Vize-Landrätin), Alexander Dorow, Lieselotte Bauer-Mayr, Alexandra Langer (Bezirkstagskandidatin), Alexander Dobrindt und Harald Kühn (Landtagskandidat). Foto: Peter preller

Rosen in Schwarz und Stiche gegen Rot

Oberhausen - Bei 40-Jahr-Feier und Neujahrsempfang der CSU zeigten sich Dobrindt, Dorow und Kühn wahlkampfbereit. Und einer bekam es ab.

Oberhausens Bürgermeister Georg Sterzer lieferte die perfekte Vorlage, dabei ist er nicht einmal ein „Schwarzer“, sondern bei den Freien Wählern. Als Gastredner sollte er die Gemeinde vorstellen. Gerne habe er sich dazu bereit erklärt, sagte er. Und: „Ich mache das sogar honorarfrei.“

Es war nur einer der Seitenhiebe gegen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der wegen seiner Vortrags-Honorare in die Kritik geraten war. Bei der CSU-Feier in Oberhausen, zu der auch „die hohen Herren“, wie sie Sterzer nannte, gekommen waren, waren auch die „Roten“ allgegenwärtig. Der Wahlkampf hat längst begonnen.

Einer der „hohen Herren“, Alexander Dobrindt, CSU-Generalsekretär und Bundestagsabgeordneter, stichelte gegen Steinbrücks missglückte „Wohnzimmerbesuche“. Da wären nur Parteimitglieder anwesend gewesen, worauf die SPD beschlossen hätte, ab sofort „keine Sozialdemokraten mehr zu besuchen, sondern Menschen, die im Leben stehen.“

Dobrindt hatte aber auch lobende Worte für den CSU-Ortsverein - und dessen 40. Geburtstag. „Das ist etwas Besonderes und zeigt, dass die Liebe zur Heimat mit der Liebe zur Heimatregion beginnt.“

Gastredner Alexander Dorow, Landtagsabgeordneter aus Landsberg am Lech und ehemaliger BR-Nachrichtenmoderator, plädierte für Verlässlichkeit. „Wir werden daran gemessen, welche Taten unseren Worten folgen“, sagte er.

Weg von der Theorie und direkt in die kommunale Selbstverwaltung führte CSU-Landtagskandidat Harald Kühn. Er sprach aufgebracht über die Pläne in Brüssel, das Trinkwasser zu privatisieren. Konzerne würden das bei allem versuchen, das den Kommunen Gewinn einbringe, auch bei Krankenhäusern und Banken. „Komisch, die Sozialaufgaben wollte noch niemand privatisieren“, erboste sich Kühn.

Lieselotte Bauer-Mayr, Vorsitzende des CSU-Ortsvereins, freute sich über die gelungene Feier. „Demokratie lebt vom Mitmachen“, sagte sie in ihrer Ansprache. In Oberhausen funktioniere das seit 40 Jahren. Ein Geschenk gab es dann auch noch: Bürgermeister Georg Sterzer überreichte einen Strauß Rosen - natürlich in Schwarz.

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