Show-Profis in T-Shirt und Lederhosen: „LaBrassBanda“ um Sänger Stefan Dettl, die wie immer barfuß auftrat – und für Begeisterung im Maierhof des Klosters Benediktbeuern sorgte. fotos: : arp

7000 Fans auf der Party namens "LaBrassBanda"

Benediktbeuern - Party pur im Kloster Benediktbeuern: La BrassBanda begeisterte am Freitag über 7000 Fans - beim wohl größten Konzert, das die Region bisher erlebt hat.

Es ist kaum drei Jahre her, da konnte La Brass Banda noch beim Stroblwirt in Oberhausen aufspielen. Ein grandioser Abend war das mit 250 Zuhörern, die am Ende ebenso nassgeschwitzt und glücklich waren wie die Band, die damals begann, neben Bayern auch gleich mal die Welt zu erobern - mit Trompete, Tuba, Posaune und der guten Idee, Blech und bairische Mundart mit E-Bass und treibendem Schlagzeug zu verbinden.

Wohin das führte und warum ein LaBrassBanda-Konzert beim Stroblwirt leider kaum mehr möglich ist, war am Freitagabend im Kloster Benediktbeuern zu erleben - und schon zehn Kilometer vorher auf der Straße: Die fantastischen Fünf aus dem Chiemgau sorgten für Stau und für das größte Konzert, das die Region je erlebt hat: Über 7000 Besucher, das war auch das größte Konzert bis dato für die Band, die diesen Sommer noch Freiluftbühnen in Hamburg, Ungarn und den Niederlanden stürmen und am 4. Dezember die Münchener Olympiahalle füllen wird.

Aber eigentlich gehört die wilde Mischung dieser Bande, die HipHop und Techno, Reggae und Punk, Balkan-Beat und bayerische Blasmusik verbindet und verjüngt, an einen Ort wie Benediktbeuern, wo viel junges Volk ganz ungezwungen in Tracht erschien und eine - trotz Staus auf der Straße und am Einlass - extrem gute, lässige Stimmung herrschte. Diese Stimmung konnte die munter aufspielende und mit ihrem allzu lauten Punkrock doch deplatzierte Vorband nicht trüben (First Class Ticket aus Berchtesgaden). Und die Stimmung kippte auch nicht, als Sänger Stefan Dettl schon um 22.10 Uhr, nach nur 70 Minuten BrassBanda, „Habe die Ehre“ sagte und die Zugaben einläutete. Nach anderthalb Stunden war dann wirklich Schluss. Die Energien aber, die Dettl & Co. bis dahin in den randvollen Maierhof geschickt hatten, brauchen andere nicht für zehn lange Konzerte.

7000 begeisterte Fans feierten melancholisch Instrumentales, das auf einer Reise im russischen Zug entstand, ebenso wie die Tempo-Hits „Autobahn“ und „Natalie“. Und eines war nach diesen intensiven 90 Minuten klar: Die Party namens La BrassBanda wird noch ein paar Jahre weitergehen. Magnus Reitinger

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