Ärger um Kurzarbeit bei "Zarges"

Weilheim - Die Metall- und Elektroindustrie im Oberland sieht mit Optimismus ins Jahr 2011, wie Bernd Göpfert, Vorsitzender der Metallarbeitgeber im Oberland, bei einer Pressekonferenz in Weilheim sagte.

Drei Arbeitgeber, alle im Vorstand des Metallarbeitgeberverbandes, können diese Einschätzung mehr oder weniger bestätigen.

Auch sein eigenes Unternehmer, Bernd Göpfert ist Leiter der Sparte „Wind“ bei „Zarges“ in Weilheim, spüre eine „langsame Erholung“, von zweistelligen Zuwachsraten indes wie in früheren Jahren könne keine Rede mehr sein. Heute gelten auf dem Markt Dumpingpreise - vor allem wegen der Überkapazitäten. Sein Betrieb sei stark von der Wirtschaftskrise betroffen gewesen, noch 2010 sei der Umsatz um rund 20 Prozent eingebrochen. Dank einer moderaten Auftragssteigerung zum Beispiel für einige Prototypen rechnet Göpfert für heuer mit weniger Kurzarbeit. „Vielleicht vier oder fünf Tage im Monat“, so Göpfert, der die Aussagen von Betriebsratsseite, die „Wind-Sparte“ habe „Kurzarbeit 0“ (also 100-prozentige Kurzarbeit), beantragt, als „schlichtweg falsch“ bezeichnete. Allerdings liegt der Redaktion ein internes Papier vor, wonach „Zarges“ sehr wohl „für einige wenige Mitarbeiter“ 100-prozentige Kurzarbeit beantragte. Ansonsten seien im Schnitt fünf bis zehn Tage, heißt es dort weiter. Die Sparte „Wind“ in Weilheim zählt aktuell rund 100 Mitarbeiter, die vorwiegend die Technik für die Ausstattung in den Türmen der Windräder wie Lifte produzieren. jt

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