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Die Arbeitslosen nach Alter gegliedert.

Arbeitsmarkt im Januar

Arbeitslosenquote steigt – wie erwartet

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Landkreis  - Jetzt schlägt der Winter doch noch zu: Während im Dezember – wegen der milden Temperaturen – überraschend wenig Männer und Frauen sich arbeitslos meldeten, stieg die Quote jetzt deutlich an.

Wer dieser Tage beim Gartenbau-Unternehmen „Knittel“ in Weilheim anruft, hat häufig Pech. Es meldet sich nur der Anrufbeantworter. Eine freundliche Damenstimme sagt: „In den Wintermonaten ist unser Büro nur teilweise besetzt.“ Wer macht sich schon Gedanken über Hecken, Blumen und Obstbäume, wenn eine Zentimeter hohe Schneedecke darauf liegt? Deshalb arbeiten die meisten Unternehmen in der Gartenbaubranche den Winter über mit einer Mini-Besetzung. In den warmen Sommermonaten beschäftigen die Firmen Zeitarbeiter. Die Folge: Im Winter steigt die Arbeitslosenquote in der Regel deutlich.

1752 mehr Menschen arbeitslos

So war’s auch im Januar. Wie die Agentur für Arbeit mitteilte, meldeten sich im Agenturbezirk Weilheim (dazu gehören die Kreise Landsberg, Starnberg, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau) 1752 mehr Menschen arbeitslos als noch im Dezember. Insgesamt sind damit offiziell 12 533 Menschen ohne Arbeit. Überraschend kommt dieser Anstieg nicht. Normalerweise beginnt er aber deutlich früher – eben wenn der erste Schnee fällt. „In den Außenberufen wie im Baugewerbe, der Forst und Gartenwirtschaft oder der Landwirtschaft sind die Winterverhältnisse spürbar“, sagt Anette Farrenkopf, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur.

Kein Schnee - keine Arbeitslosen

Nur fiel 2014 kaum Schnee. Die milden Temperaturen sorgten dafür, dass viele Saisonarbeiter auch im Dezember beschäftigt wurden. Jetzt schlägt der Winter aber doch noch zu. Eine interessante Randnotiz: Vor einem Jahr war’s ähnlich: Weniger Schnee und weniger Arbeitslose im Dezember, mehr von beidem im Januar. Besonders hart traf es den Landkreis Weilheim-Schongau. Verglichen mit dem Vormonat stieg die Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent (mehr als der Bezirks-Durchschnitt) auf jetzt 3,5 Prozent oder 2447 Menschen. Höher ist die Quote nur in Garmisch-Partenkirchen (4,2) und Fürstenfeldbruck (3,6). Besser wird’s aber wohl auch im Februar nicht. Farrenkopf sagt: „Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich noch etwas ansteigen – je nachdem, wie die Winterverhältnisse in den kommenden Wochen ausfallen.“

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