Erste Probe: Der Teufel (Martin Gstaiger) muss vorsprechen. Dritter von rechts ist Lukas Wörle, der den Jesus spielt. Foto: gie

Auch Weilheim hat Passionsspiele

Weilheim - 150 Weilheimer proben die Älbl-Passion, die nach 300 Jahren wieder aufgeführt wird, und zwar im Rahmen der 1000-Jahr-Feier.

Auch Weilheim hat Passionsspiele

Einstudiert wird an diesem ersten Probenabend eine Massenszene, die am Beginn des aus dem Jahr 1600 stammenden Theaterspiels von Johann Älbl steht: Männer, Frauen und Kinder fliehen nach einem Erdbeben schutzsuchend in die Stadt. Agieren viele Darsteller anfangs noch zurückhaltend, kommt im Laufe des Abends sichtbar immer mehr Spielfreude auf.

„Mir ist zu’kommen in der Höll’/ dass man ein Spiel jetzt halten wöll/ in der Stadt Weilhamb auf dem Platz/ gar hoch zuwider meinem G’satz“ – mit diesem Ausruf tänzelt der Teufel durch die Halle. Die Verse sind über 400 Jahre alt und eine Herausforderung für den Darsteller.

Die Weilheimer Passion stammt aus dem Jahr 1600 und ist somit älter als die in Oberammergau. Teile der Weilheimer Passion wurden im 17. Jahrhundert in das Oberammergauer Spiel übernommen.

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