Bürgermeister Michael Strobl sprach im vollbesetzten „Trödler“. foto: fx

Ausbau der B 472 sorgt für Kritik auf der Bürgerversammlung

Habach - Rund zwei Stunden haben die Bürger aus Habach und Dürnhausen in der jüngsten Bürgerversammlung über das Konzept der B 472 diskutiert.

Der Saal im Habacher Bistro „Zum Trödler“ platzte am Dienstagabend aus allen Nähten, denn die Menschen wollten wissen, wie es nun mit der B 472 weitergeht. Für Aufklärung wollte Sven Maertz, Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, sorgen.

Maertz nannte einige Probleme, die an der B 472 behoben werden müssten; zum Beispiel, dass der Überholstreifen am Dürnhauser Berg zu kurz sei. Außerdem gebe es ein Sicherheitsproblem an mehreren Zufahrten entlang der Bundesstraße. Auch die Wünsche der Gemeinde Habach, eine Gewerbegebietsanbindung mit Anschluss an die B 472 zu integrieren, und eine Verbindung von der Antdorfer Straße zur B 472 zu schaffen, nannte er.

Im Bauvorhaben des Staatlichen Bauamts ist die Verlängerung der Überholspur der Bundesstraße eingeplant. Dies erfordert laut Maertz in Zusammenhang mit den Zufahrten aber einen so genannten planfreien Anschluss – eine Schleife mit Auf- und Abfahrten sowie mit einer Unterführung.

„Die Verkehrssicherheit wird durch den Ausbau verbessert“, erklärte Maertz. Der Aushub könnte als Lärmschutz aufgeschüttet werden, wobei sich aber erst noch alle betroffenen Grundstückseigentümer einverstanden erklären müssten.

Seine Ausführungen trafen beim Publikum aber nicht auf Begeisterung. Besonders wichtig schien die Frage nach dem Lärmschutz bei Dürnhausen. Auch der Vorschlag, einen Kreisverkehr an der B 472 einzurichten, wurde laut. Kurzzeitig entbrannte unter den Zuhörern auch die Diskussion, wie man den Schwerlastverkehr am besten aus Habach und Dürnhausen herausbringen könnte. Prinzipiell war aus den Äußerungen der Bürger herauszuhören, dass die Mehrheit nicht sonderlich begeistert vom Ausbau der Bundesstraße ist. Die mögliche Querverbindung nach Antdorf stieß hingegen mehrfach auf Zustimmung.

Bürgermeister Michael Strobl versuchte jedoch, zu erklären, dass man nur in Verbindung mit dem Ausbau der B 472 auch die Querverbindung nach Antdorf bekommen könnte. Es sei eine Chance, für relativ wenig Geld eine gute Lösung zu bekommen.

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