IHK-Befragung

Ausländer lindern den Fachkräftemangel

Landkreis - Eine Befragung der IHK im Oberland hat ergeben: Es fehlt auch hier an Fachkräften. Ausländische Arbeitnehmer könnten das Problem teilweise lösen.

Es fehlt an Fachkräften, und das belastet die Betriebe: Etwa vier von zehn Unternehmen im Oberland (38 Prozent) haben bei einer Konjunkturbefragung im Herbst 2014 die Sorge geäußert, dass der Fachkräftemangel ihre wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten beeinträchtigen könnte. Das teilte die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK) mit.

Bei der Befragung der IHK gab ungefähr jedes vierte Unternehmen im Oberland an, offene Stellen mehr als zwei Monate nicht besetzen zu können. In die regionale Untersuchung einbezogen wurden die Landkreise Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen. Gesucht wurden in diesem Bereich vor allem Meister und Fachwirte – und zwar von 70 Prozent der Betriebe. Akademiker-Stellen waren bei 18 Prozent der Firmen offen.

Ein Strategie gegen den Arbeitskräfte-Mangel sei es, „Personal im Ausland zu rekrutieren“, heißt es in einer Pressemitteilung der IHK. Doch dem stünden immer wieder mangelhafte Sprachkenntnisse von ausländischen Bewerbern entgegen, was von einem Drittel der Unternehmen im Oberland beklagt worden sei. Laut Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), sollte die Sprachförderung intensiviert werden – „sowohl in Deutschland als auch bereits im Ausland“.

Der Wille, Fachkräfte aus dem Ausland einzustellen, wachse in der bayerischen Wirtschaft stetig, so Driessen. 27 Prozent der befragten Unternehmen im Oberland gaben an, auf den Arbeitskräftemangel zu reagieren, indem sie Fachkräfte aus dem Ausland in ein Arbeitsverhältnis nehmen. Elf Prozent stellen Auszubildende aus anderen Ländern ein, und 15 Prozent planen dies für die Zukunft.

Betriebseigene Ausbildung wichtig

Dem Engpass auf dem Arbeitsmarkt begegnen die Unternehmen aus dem Oberland aber vor allem mit der Ausbildung im eigenen Betrieb (72 Prozent der Firmen) sowie mit der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter (63 Prozent). Auch das ergab die Untersuchung der IHK. Durchgeführt wurde die Befragung übrigens nicht nur im Oberland, sondern bayernweit. 4000 Unternehmen nahmen teil.

Stephanie Uehlein

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