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Dirndl so weit das Auge reicht: Der Landfrauentag fand heuer wieder in der Weilheimer Stadthalle statt.

Landfrauentag des Bauernverbands in Weilheim

Es waren auch einige Männer da

Weilheim - Rund 200 Besucher ließen es sich beim Landfrauentag des Bauernverbands in Weilheim gutgehen. Auch Männer waren unter den Gästen:

Er ist eine Institution im Jahreslauf für viele Frauen im Landkreis: der Landfrauentag, zu dem der Bauernverband alljährlich zu Jahresbeginn in die Weilheimer Stadthalle einlädt. Heuer waren der Einladung mehr als 200 Bäuerinnen und andere Frauen aus dem Raum Weilheim/Penzberg gefolgt, um es sich einen Tag lang gut gehen zu lassen, sich zu unterhalten und zu informieren. „Es ist wie immer ein wunderbarer Anblick“, sagte Kreisbäuerin Silvia Schlögel zur Begrüßung nach dem ökumenischen Gottesdienst, als sie von der Bühne aus in die Runde blickte und die vielen Frauen in Dirndl an den langen Tischreihen sitzen sah.

Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß und die Penzberger Bürgermeisterin Elke Zehetner waren unter den weiblichen Gästen. Der Kreisbäuerin fiel beim Blick in die Runde aber auch auf, dass außergewöhnlich viele Männer in der Halle saßen – vor allem im vorderen Teil der Halle, wo die Ehrengäste platziert waren. Einige Bürgermeister, Kreisräte und Bankvorstände hatten sich auf den Weg in die Weilheimer Stadthalle gemacht, um beim Landfrauentag dabei zu sein – darunter der Weilheimer Bürgermeister Markus Loth, sein Seeshaupter Kollege Michael Bernwieser und der Bernrieder Bürgermeister Josef Steigenberger. Für Bernwieser und Steigenberger war der Landfrauentag ein Pflichttermin, weil die Ortsbäuerinnen aus Bernried und Seeshaupt heuer für die Gestaltung des Tages verantwortlich waren. Sie hatten auch organisiert, dass es nicht wie üblich einen Bauernmarkt im Foyer der Stadthalle gab, sondern eine Tombola, deren zahlreiche Gewinne lange Tische und Bänke füllten. Die musikalische Gestaltung hatte der „Landfrauenchor Pfaffenwinkel“ unter der Leitung von Andrea Tafertshofer übernommen, der nach dem Mittagessen unter anderem mit dem musikalischen Verdauungsschnäpschen „Ein Likörchen fürs Frauenchörchen“ für Schmunzeln sorgte.

Für das informative Element des Tages sorgte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) mit dem Vortag „Vielfalt Leben“. Bayern sei ein buntes Land der Vielfalt, in dem Stadt- wie Landmenschen zu Hause seien, das sieben Stätten vorweisen könne, die zum Weltkulturerbe gehören, pulsierende Großstädte und Bilderbuchlandschaften habe, sagte sie. „Der Landkreis Weilheim-Schongau gehört zu den abwechslungsreichsten Gegenden in Bayern“, so die Ministerin. Sie lobte die vielen Ehrenamtlichen, zu denen auch die Ortsbäuerinnen zählten: „Sie sind der Kitt der Gesellschaft.“ Kreisbäuerin Schlögel gab der Ministerin noch ein Anliegen mit auf den Weg: Die Ohrmarke für Kühe sei mitunter ein Problem für die Landwirte, weil sie innerhalb von sieben Tagen nach Geburt oder Kauf im Ohr sein müssen. Oft sei dies in dieser kurzen Zeit nur schwer möglich.

Neben allem Inhaltlichen kam die Geselligkeit nicht zu kurz: Es gab viel zu erzählen. Die Bäuerinnen Annie Hackl und Zenzi Kriesmair aus Forst sind Stammgäste beim Landfrauentag. „Es ist ein schöner Ausgleich für mich“, sagt Annie Hackl. Auch für Zenzi Kriesmair ist dieser Tag für die Landfrauen etwas Wichtiges: „Es ist mal was anderes. Ein schöner Tag, an dem man alte Bekannte treffen kann.“

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