Bernrieder Bürgerstiftung trotz kritischer Stimmen beschlossen

Bernried - Heftig umstritten war im Bernrieder Gemeinderat die Gründung einer Bürgerstiftung über die „Vereinigten Sparkassen“. Mit acht gegen fünf Stimmen wurde sie dennoch beschlossen.

Als die Bernrieder Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung über die Gründung einer Bürgerstiftung über die „Vereinigten Sparkassen Weilheim und Umgebung“ diskutierten, wurde es zeitweise laut. Die „Bernrieder Liste für Mensch und Natur“ war genauso wie die FDP gegen die Errichtung der Bürgerstiftung. Auch Walter Westermeier und Anna-Maria Groß (SPD) lehnten diese ab.

Alle Skeptiker waren zwar für eine Bürgerstiftung, aber gegen eine unter dem Dach der „Stiftergemeinschaft der Vereinigten Sparkassen Weilheim“. Eine „inakzeptable“ Ausschüttung von etwa einem Prozent nach Abzug der Kosten und einer Kapitalrücklage kritisierte Dr. Wolfgang Mutter (FDP). Für ihn sei die Stiftung eine „Liquiditätsspritze für die Sparkasse durch den Steuerzahler“ und eine „billige Sparkassen-Refinanzierung durch gutgläubige Stifter“.

Die Bernrieder Liste argwöhnte, das Konzept diene der Sparkasse dazu, an Vermögen von privaten Spendern und Geld der Gemeinde zu gelangen. 60 000 Euro soll die Gemeinde für die Errichtung der Stiftung einzahlen - Bernried aber habe Schulden. Das Geld solle lieber an das Kinderhaus gegeben werden.

Durchgesetzt haben sich aber die Befürworter der Bürgerstiftung. Vizebürgermeister Robert Schiebel (CSU) argumentierte, dass die Gemeinde keinen eigenen Verwaltungsaufwand habe, Jochen Wolle (CSU) sah „keinen Weg, eine Bürgerstiftung von den Bürgern allein initiieren zu lassen“. Bürgermeister Josef Steigenberger (ÜFW) bezeichnete das Angebot der Sparkasse als „fair und gut“. Immer wieder wollten Bürger etwas stiften, das werde mit so einem Modell erleichtert.

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