Schauspielerin, Schriftstellerin und Gönner

Bescheidene letzte Ruhe: Prominente Gräber

Landkreis - Ob Schauspielerin, Gönner oder Schriftstellerin: Die Gräber von Prominenten im Landkreis sind unauffällig

Sie waren Schauspielerin, Gönner und Schriftstellerin und standen im Licht der Öffentlichkeit. Im Landkreis fanden sie ihre letzte Ruhe - aber von großer Bühne keine Spur, die Gräber sind unauffällig.

Das Grab des Architekten Carl Ritter von Müller.

Nahe der Kirche ragt ein schlichter Obelisk in die Höhe: „Carl Ritter von Müller“ ist eingemeißelt. Müller war ein erfolgreicher Architekt und schenkte der Stadt München einst fünf Häuser - mit der Auflage, aus dem Kapital ein Bad für das mittellose Volk zu bauen. Ergebnis war das Müllersche Volksbad im Jugendstil, in dem man seit 1901 stilvoll baden kann. Müller starb am 4. Juli 1909 in Gries bei Bozen. Dass er in Weilheim beigesetzt wurde, hat familiäre Gründe: Sein Vater Jakob Müller war als königlich-bayerischer Straßenbaubeamter nach Weilheim versetzt worden.

Um das Grab kümmert sich die Stadt München als Erbin höchstselbst. Doch er musste mit der Landeshauptstadt kämpfen, denn das Grab war ziemlich verlottert. „Man hat nichts mehr lesen können.“ Als München im Jahr 2009 zum 100. Todestag Müllers einen Kranz schicken wollte, sah die Friedhofsverwaltung ihre Chance: Kranz ja, aber bitte auch das Grab herrichten, machte er klar. Es funktionierte.

Schauspielerin Brigitte Horney liegt auf dem Friedhof von St. Valentin.

An der Kirche St. Valentin fällt das Grab nicht auf: Hier ruht Brigitte Horney (1911-1988). Die deutsch-amerikanische Schauspielerin, einst Ufa-Star und bis kurz vor ihrem Tod in TV-Serien wie „Das Erbe der Guldenburgs“ zu sehen, wohnte in einer weißen Villa oberhalb des Dorfs. Besucher kommen kaum mehr. Deutlich mehr Besucher pilgern auf den Wessobrunner Friedhof. Dort wurde 2002 die Schriftstellerin Luise Rinser beerdigt, die in Forst als Lehrerin wirkte und sich als Autorin am Dorf rieb.

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