Bewährung statt Haft für Schläger (29)

Schongau/Weilheim - Für ein Jahr und acht Monate wollte der Staatsanwalt einen zehnfach vorbestraften, 29-Jährigen aus Schongau ins Gefängnis schicken. Doch das Urteil fiel milder aus.

Der Amtsrichter in Weilheim verurteilte den Mann, der wegen Körperverletzung, Nötigung und Fahrens ohne Führerschein angeklagt war, unter Auflagen zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe. Auferlegt wurden ihm zudem 90 Sozialstunden und eine achtmonatige isolierte Sperrfrist (in der ihm keine Fahrerlaubnis erteilt werden darf).

Nach einem "Rechtsgespräch" zwischen den Prozessbeteiligten hatte der 29-Jährige ein volles Geständnis abgelegt. Der Angeklagte hatte bei einer Schlägerei vor eine Diskothek in Schongau zwei Menschen verletzt und war dreimal ohne Füherschein am Steuer erwischt worden.

Im Sommer 2011 verschwand der junge Mann aus Schongau und wurde dann per Haftbefehl gesucht. Nach seiner Festnahme war er in Leipzig inhaftiert. Derzeit sitzt er eine Ersatzfreiheitsstrafe ab, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlte.

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