"Mehr wie super"

Haunshofen - Vier Tage Rambazamba, wie es nur alle vier Jahre vorkommt: Haunshofen hat das Ochsenrennen samt Rahmenprogramm, das von Freitag bis Montag stattfand, hinter sich. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Anstrengende Tage liegen hinter Florian Steigenberger und Hubert Kergl und all den anderen vom Sportverein Haunshofen und dem Verein „D’ Ochserer“: Schaumparty, Kabarettabend, Ochsenrennen, Horst Seehofer - langweilig wurde es in den vergangenen Tagen niemandem in Haunshofen.

Begonnen hatte das Programm zum Ochsenrennen - organisiert vom Sportverein Haunshofen - am Freitag mit einer Schaumparty im Festzelt. Rund 1200 Partygänger hatten sich dazu auf den Weg nach Haunshofen gemacht. Die Zahl ist „mehr wie super“, findet Florian Steigenberger vom Sportverein. Und: Alles sei friedlich abgelaufen, alle seien gut drauf gewesen.

Ebenfalls ein voller Erfolg war der Auftritt von Kabarettistin Martina Schwarzmann am Samstag im Festzelt - gut 1360 Zuschauer amüsierten sich über die Pointen der Kabarettistin. Gerne hätten die Veranstalter noch Karten an der Abendkasse verkauft, doch nachdem am Freitag 150 Karten auf einen Schlag verkauft wurden, hatte sich die Kasse für Spontane erledigt. Nicht nur die Mitglieder der Sportvereins waren überwältigt von so viel Zuspruch. „Martina Schwarzmann hat uns gesagt, dass sie so ein tolles Publikum schon lange nicht mehr hatte“, sagt Steigenberger.

Ein bisschen Pech hatten „D’ Ochserer“ am Sonntag beim Umzug mit historischen Ochsengespannen und dem Rennen. Es regnete in Strömen, statt wie 2009 rund 8000 kamen nur 2000 Besucher. Hubert Kergl vom Verein „D’Ochserer“ ist trotzdem zufrieden. „Ist doch schön, dass trotz des Wetters so viele da waren.“ Wem es draußen zu ungemütlich war, der konnte sich ins Festzelt setzen, das sowohl beim Frühschoppen als auch beim Mittagessen und beim abendlichen Ochserer-Ball laut Steigenberger gut besucht war. Insgesamt rund 80 Bedienungen und Helfer sorgten während der vier Tage dafür, dass jeder Besucher sein Essen und Trinken an den Tisch bekam und alles reibungslos ablief. Täglich gingen im Festzelt durchschnittlich um die 1300 Essen an die Tische, 3500 Liter Bier wurden insgesamt getrunken.

Ausschlafen war für alle Beteiligten nach so viel Programm aber auch am Montag nicht drin. Schon um 10 Uhr rückten die ersten Oldtimer und Bulldogs am Festzelt an. Ein Fahrer kam mit seinem Bulldog sogar bis aus Rosenheim, hatte eine Vier-Stunden-Anfahrt mit rund 20 km/h hinter sich.

Stärken konnten sich der Rosenheimer und alle anderen im Festzelt, ab 11 Uhr gab’s Kesselfleisch - ein besonderes Schmankerl, wie Florian Steigenberger weiß. „Da kamen auch Handwerker aus der Umgebung extra nach Haunshofen, denn so ein Kesselfleisch gibt’s nicht alle Tage.“ Ochsen waren aber nicht im Kessel, sagt Steigenberger. Dafür wurden Schweine geschlachtet.

Am Abend stand dann hoher Besuch an: Ministerpräsident Horst Seehofer und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt besuchten das Festzelt. Das ließen sich rund 1000 Gäste nicht entgehen (siehe Seite 1).

Gestern hatten „D’ Ochserer“ und der Sportverein dann noch einmal richtig viel zu tun: Die Einzäunung, Bühne und Banner an der Naturarena und das Festzelt mussten abgebaut, alles fürs nächste Mal in vier Jahren verstaut werden. Und dann hatten alle nur noch einen Wunsch: Schlafen.

Von Veronika Stangl

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