Polizei stoppt Geiselnahme in Köln: Täter muss reanimiert werden

Polizei stoppt Geiselnahme in Köln: Täter muss reanimiert werden
Vollständig abgebrannt: Vom Stadel bei Antdorf, in den der Blitz einschlug, blieb nur das Gerüst stehen. Im Vordergrund die noch glimmenden Heu- und Siloballen. foto: Mrotzek

Unwetter über dem Landkreis

Blitzschlag: Stadel bei Antdorf abgebrannt

Landkreis - Das Unwetter, das am Donnerstagabend über den Landkreis zog, hielt die Rettungskräfte auf Trab. In Antdorf musste die Feuerwehr zu einem Brand ausrücken.

In der Nähe von Breunetsried bei Antdorf schlug ein Blitz in einen Stadel ein, der Stadel brannte trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr nieder. Menschen oder Tiere wurden nicht verletzt.

In dem Gebäude, das von Streuwiesen umgeben und nur über einen Feldweg zu erreichen ist, waren Heuballen und Silofutter untergebracht. Um den Stadel herum hatte eine Herde Rinder geweidet, sie wurden von den Helfern auf eine naheliegende Weide gebracht. Die Feuerwehren von Antdorf, Sindelsdorf und Penzberg waren mit rund 50 Mann und mehreren Fahrzeugen angerückt. Notarzt, BRK und die Polizei waren ebenfalls vor Ort. Zunächst war vermutet worden, dass der Blitz in einen Bauernhof eingeschlagen war. Der Schaden liegt ersten Schätzungen zufolge bei rund 50 000 Euro.

Bilder: Stadel brennt nach Blitzschlag ab

Wegen eines umgestürzten Baumes war die Bahnstrecke zwischen Weilheim und Peißenberg gesperrt, es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Im Bereich Weilheim waren nach Auskunft der Polizei einige Bäume auf Straßen gefallen, ein Bauzaun wurde umgeweht. Die Schäden hielten sich aber in Grenzen. „Es waren nur Kleinigkeiten“, sagte Weilheims Feuerwehrkommandant Konrad Bischl.

Auch im Raum Schongau wütete das Wetter - hier wurden allerdings "nur" umgestürzte Bäume gemeldet.

Das Unwetter war die Folge einer außergewöhnlichen Schwüle. Wie Manfred Kronier von der Wetterbeobachtung am Hohen Peißenberg mitteilte, herrschten am Mittag und frühen Nachmittag auf dem Berg 22 Grad Lufttemperatur bei 81 Prozent relativer Feuchtigkeit. Gegen 18.15 Uhr rollte dann eine Böenwalze aus südwestlicher Richtung kommend über den Hohen Peißenberg. Die Böen hatten Spitzengeschwindigkeiten bis 115 km/h, dies entspricht Windstärke elf. „Das ist ein orkanartiger Sturm“, erklärte Kronier.

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