Schlüsselübergabe fürs „Zenit“: Leiter Hans Schuh (Mitte): Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr. Links der Leiter der Herzogsägmühler Werkstätten, Hans Rock. fotos: bas

Chance für Neubeginn

Peiting/Weilheim - 85 Menschen mit psychischer Behinderung bekommen im „Zenit“ - dem „Zentrum für integrative Arbeit“ - im ehemaligen BayWa-Gebäude in Peiting eine Chance auf einen Neubeginn.

Viele Menschen mit psychischer Behinderung sind so beeinträchtigt, dass sie in einem normalen Arbeitsumfeld nicht weiter tätig sein können. Mit der räumlichen Trennung von den anderen Bereichen der Herzogsägmühler Werkstätten will man den Bedürfnissen dieser Menschen gerecht werden. „Das Ziel ist die Beschäftigung von Menschen, die einen Wert im Leben bekommen und eine Tagesstruktur, die sie für ihr Wohlergehen brauchen“: So Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr bei der feierlichen Einweihung.

„Die Menschen werden hier mit ihren speziellen Bedürfnissen wahr- und ernstgenommen“, so Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) bei ihrer Festrede. Stamm ließ keinen Zweifel, dass Herzogsägmühle mit „Zenit“ die Zeichen der Zeit erkannt habe. Immer mehr Menschen würden im Laufe ihres Lebens psychisch erkranken, so Stamm. Sie forderte ein Umdenken bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung: „Wir brauchen ein Leistungsgesetz, abgekoppelt von der Sozialhilfe.“ Der Bund sei in die Pflicht zu nehmen: Dieser Forderung schlossen sich weitere Festredner wie Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Dr. Friedrich Zeller und Peitings Bürgermeister Michael Asam an. „Die Belastungen, die an die Kommunen weitergegeben werden, sind enorm - die Regierung sollte die Dinge, die sie bestellt, auch bezahlen“, so Zeller. bas

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