Pub New York
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In einem Pub in New York erlebte Jonas Regauer, Volontär bei „Weilheimer Tagblatt“ und „Penzberger Merkur“, das Fußballspiel zwischen USA und Deutschland.

Tagblatt-Volontär berichtet

So feierten deutsche Fans in New York

Peißenberg/New York - In einem Pub in New York erlebte Jonas Regauer, Volontär bei „Weilheimer Tagblatt“ und „Penzberger Merkur“, das Fußballspiel zwischen USA und Deutschland. 20 deutsche Fans standen 300 Amis gegenüber.

Nach dem Abpfiff feierten die Amerikaner mindestens so fest wie die Deutschen in Peißenberg, wo es einen kleinen Autokorso auf der Hauptstraße gab.

New York, Anpfiff 12 Uhr Ortszeit: Auf einmal wird es still in der New Yorker Bar „Nevada Smiths“ in Manhatten.

Lange hatten die USA-Fans nichts zu jubeln.

Deutschland schießt ein Tor und Ghana erzielt den Ausgleich gegen Portugal. Ein Tor mehr für Ghana und das Team um den Trainer Jürgen Klinsmann scheitert in der Vorrunde der WM. Nur einige wenige der gut 300 Menschen in der Bar jubeln weiter. Unter ihnen eine Reisegruppe mit vier Personen aus dem Landkreis Dachau und die Deutsche Julia Huchtemann, die seit neun Jahren in Amerika lebt. Angestachelt von den Jubelrufen der Deutschen drehen auch die Amerikaner wieder auf. Im Chor schreien sie „USA, USA, USA“. „Vor vier Jahren waren die Amerikaner noch nicht so Fußball-begeistert“, berichtet Huchtemann. Doch jetzt habe viele das Fußball-Fieber gepackt. Das liege, so sagen einige Fans, besonders daran, dass in New York so viele verschiedene Menschen aus der ganzen Welt zusammen leben. Als Portugal schließlich noch ein Tor schießt, sind die die Amerikaner nicht mehr zu bremsen, denn damit wird das Risiko, in der Vorrunde der WM auszuscheiden minimal: Wenige Minuten später wird gemeinsam mit deutschem Oktoberfest-Bier in der Bar gefeiert und die Barmänner spritzen Sekt auf die Gäste. Die Fußball-Fans toben wie wild und schreien vor Freude. Obwohl sie gegen Deutschland verloren haben, feiern sie es, dass sie ins Achtelfinale einziehen und freuen sich für die Deutschen in der Bar, dass sie ebenfalls eine Runde weiter sind. „Wir sehen uns im Finale wieder und dann werden wir gewinnen. Aber auch wenn Ihr gewinnt, freue ich mich für Euch. Deutschland ist mein zweitliebstes-Team“, sagt ein Amerikaner lachend.

Peißenberg, Abpfiff 20 Uhr Ortszeit: Kaum ist das Spiel vorbei, tauchen die ersten begeisterten Fans mit ihren Autos auf der Hauptstraße auf. Erst sind es zwei, drei, zum Schluss werden es über 20 sein, die ihre Runden drehen. „Uns sind keine Beschwerden bekannt“, so Michael Bayerlein, Sprecher der Polizei in Weilheim. Ruhig blieb es auch in Weilheim. Zwei Fußballanhänger wollten Korso fahren, aber es schloss sich ihnen niemand an. „Das Konzept hat sich bewährt“, so Bayerlein, zumal es auch viel weniger Public Viewing gebe als bei der Europameisterschaft.

Jonas Regauer

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