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Im denkmalgeschützten Afrahaus (im Bild nach dem Brand) wurde durch das Feuer und das Löschwasser das erste Obergeschoss zerstört.

Zwei Personen mit leichter Rauchvergiftung

Drei Brände an einem Tag

Landkreis - Drei Bränden gab es am Samstag. In Bernried erlitten zwei Personen eine Rauchvergiftung,  in Penzberg brannte es in einem Holzbetrieb.

In Bernried brannte das sogenannte Afrahaus, das sich unmittelbar neben dem örtlichen Feuerwehrhaus befindet. An dem Holzbau aus dem 17. Jahrhundert entstand „nach ersten vorsichtigen Schätzungen“, so die Polizei, ein Sachschaden von etwa 100 000 Euro. „Der erste Stock wurde von Feuer und Wasser zerstört“, sagte der Kommandant der Feuerwehr Bernried, Gerd Bauer, gestern nach den Lösch- und Aufräumarbeiten.

Die Feuerwehr war am Samstag um 17.04 Uhr alarmiert worden. 115 Feuerwehrleute von sechs Wehren kamen nach und nach zum Einsatzort, wo laut Bauer relativ viele Atemschutzgeräteträger benötigt wurden.

Beim Holzverarbeitungsbetrieb  "Hundhammer" löste ein überhitztes Gerät ein Feuer aus.

Zwei der Bewohner, die mit den Löscharbeiten begonnen hatten, zogen sich leichte Rauchvergiftungen zu, wie es in der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd heißt. Angaben zur Brandursache gab es gestern noch nicht. Die Kriminalpolizei Weilheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bereits am Samstag gegen 6.30 Uhr war es zu einem Brand im Holzverarbeitungsbetrieb „Hundhammer“ an der Nonnenwaldstraße in Penzberg gekommen. Verletzte gab es nicht, allerdings beträgt der Schaden laut Polizei rund 80 000 Euro. Der gesamte östliche Teil einer Arbeitshalle wurde durch die starke Rußentwicklung in Mitleidenschaft gezogen.

Das Feuer entzündete sich laut Polizei wegen der Überhitzung eines technischen Geräts in einem Raum unterhalb des Spänebunkers. Wie zu erfahren war, befindet sich dort eine Absauganlage samt Fördermotor und Schnecke für den Abtransport der Späne in die firmeneigene Heizung. Wegen des Brandes waren rund 50 Kräfte der Feuerwehren Penzberg, Iffeldorf und Seeshaupt im Einsatz, dazu das BRK mit sechs Mann.

Die Situation gestaltete sich nach Angaben des Penzberger Kommandanten Christian Abt wegen der Holzproduktion „höchsttdramatisch, weil ein Haufen Brandlast da war“. Zudem war anfangs nicht klar, wo es brennt. Der Einsatz war insofern schwierig, da die Hitzeentwicklung extrem war. In der benachbarten Halle schmolzen noch in drei Metern Höhe die Abdeckungen der Leuchtstoffröhren weg, auch Kabel verbrannten durch die Wand hindurch. Gelöscht wurde wegen des Holzes mit Wasser und nicht mit Schaum.

Gegen 11.15 Uhr war der Einsatz zu Ende, allerdings sicherte die Penzberger Wehr im Laufe des Tages das Gebäude noch zweimal mit der Wärmebildkamera. Dass sich der Firmeninhaber am Ende bei den Aktiven mit einer Brotzeit bedankte, findet der Kommandant lobenswert: „Das kommt selten vor.“ In der Schreinerei hatte es im November 2015 schon einmal gebrannt. Damals geriet ein Spänebunker in Brand, die Flammen wurden jedoch schnell gelöscht.

Am Samstag war die Penzberger Feuerwehr bereits kurz nach Mitternacht zu einem Brandeinsatz an die Zwieselstraße ausgerückt: Gegen 0.15 Uhr hatte ein Bewohner eines Einfamilienhauses im Heizungskeller einen Schwelbrand entdeckt. Er schloss sofort die Tür, verließ das Haus und schlug Alarm. Die Feuerwehr rückte mit 28 Mann an, auch ein Rettungswagen und die Polizei waren vor Ort.

Die Helfer sorgten mit einem Lüfter für Überdruck in dem Anwesen und öffneten erst dann die Tür und ein Fenster – so zogen die Rauchschwaden aus dem Haus und verteilten sich nicht im Inneren. Gelöscht werden musste laut Kommandant Abt nicht, das Feuer war bereits ausgegangen. Der Polizei zufolge war wohl ein defekter Heizstab am Warmwasserboiler schuld an dem Brand gewesen: Dieser habe einen Kurzschluss verursacht. Verletzt wurde niemand, allerdings wurden zwei Kelleräume stark verrußt, und die Heizungsanlage brannte aus. Der Schaden wird auf 25 000 Euro geschätzt.

Andreas Baar und Stephanie Uehlein

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