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Vorführung: die Rhönradturner des TSV Weilheim bei der Sportlerehrung in Peiting. 

Ehrung der Landkreissportler

Krawattenprobleme und Erfolgsrezepte

Tradition hat die Ehrung erfolgreicher Sportler durch den Landkreis. Da passte es, dass die Auszeichnungen in einer der ältesten Sporthallen der Region, der Peitinger Schloßberghalle, vergeben wurden.

Interview auf der Bühne: Moderator Titus Fischer im Gespräch mit Ann-Katrin Schubert (l.) und Paula Schaber (Mitte).

Peiting – „Mit ihren Leistungen bewirken Sie einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Allgemeinheit“, lobte Franz Schlesinger, der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), der den Ehrenabend organisierte, die erfolgreichen 130 Einzelsportler und zehn Mannschaften sowie vier verdiente Persönlichkeiten, die für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet wurden.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte die gesellschaftliche Funktion des Sports. „Er hat großen Anteil an einem intakten Gemeinwesen und Integration geht über den Sport am besten.“ Gleichzeitig bedankte sie sich bei allen Funktionären und Gemeinden, die Sport erst möglich machen.

Michael Deibler, der Peitinger Sportreferent, lobte die Aktiven als Vorbilder und Botschafter. „Ihr tragt euren Namen und den der Region in die Welt hinaus.“ Er stellte auch die Leistung der Helfer im Hintergrund heraus. „Ohne sie ist sportlicher Erfolg nicht möglich.“

Und davon gab es viele im „tollen Sportjahr 2016“, wie Radiomoderator Titus Fischer betonte, der durch den Abend führte. Sehr viele sogar: Von Oberbayerischen Meistern, über Landesmeister bis zu Teilnehmern bei Europa- und Weltmeisterschaften reichte dabei die Palette der Individual- und Mannschaftssportler. Fischer entlockte den erfolgreichen Athleten, die einmal mehr das komplette Spektrum von Turnen über Judo, Schwimmen oder Tennis abbildeten, viele Details.

„Ich habe heute ein Kilogramm Joghurt gegessen“, gestand beispielsweise Peitings Nachwuchsjudoka Simon Häuserer mit einem Lachen. Florian Lederer, Kartfahrer vom MC Weilheim, möchte Sebastian Vettel nacheifern, und für Lukas Parockinger (TSV Weilheim, Schwimmen) bedeutet Taktik „einfach losschwimmen“. Dennis Helfer (Speedway) verriet noch, dass er nach der Ehrung um 4 Uhr zum Training nach Frankfurt aufbricht.

Thomas Pompe (FSG Schongau), einer der in großer Anzahl anwesenden Schützen, schwärmte von seiner historischen Waffe aus dem Jahre 1914, die dank steter Pflege nach wie vor ins Schwarze trifft. Sein Teamkollege Georg Suiter gestand, dass ihm zum zweiten Mal in Folge nur ein Millimeter zum Sieg fehlte, und Peter Guffanti (Peißenberg) verriet, warum er ohne Krawatte Probleme bei der Siegerehrung hatte.

Für die Auflockerung beim Ehrungsmarathon, bei dem einmal mehr Athleten exotischer Sportarten wie Linedance oder Fingerhakeln und ebenso Fußballer dabei waren, sorgten die Rhönradturner des TSV Weilheim, die ebenfalls zu den geehrten Sportlern zählten.

Zum Abschluss wurden noch Peter Handel von der Weilheimer Tanzsportabteilung sowie Ringrichter Heinz Günther Deuster und die Boxtrainer Jürgen Grimbs und Robert Reichl vom TSV Peißenberg geehrt.  

Roland Halmel

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