Das Denkmal der Sudetendeutschen in Peißenberg. st

Die Enkel zeigen wieder Interesse

Landkreis - Die zwei noch bestehenden Ortsverbände der Sudetendeutschen Landsmannschaft verzeichnen neue Mitglieder

Im Landkreis sind von den Ortsgruppen der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die es kurz nach der Vertreibung fast in allen Gemeinden gegeben hat, nur noch zwei übrig: Die in Weilheim und die durch Fusion entstandene Ortsgruppe Peiting-Schongau.

In Peißenberg dagegen hat sich die Ortsgruppe aufgelöst. Von 117 war die Mitgliederzahl bis 2002 auf 34 geschrumpft, wie die damalige Vorsitzende Frieda Kral bei der Gedenkfeier zum 50-jährigen Bestehen des Gedenksteins im Friedhof sagte. Damals hatte die Marktgemeinde, die die Pflege des Denkmals übernommen hat, die Schrift auf dem Stein erneuen lassen. „Den Toten in der Heimat - Errichtet von den Heimatvertriebenen 1952“ war in leuchtend roter Schrift zu lesen.

Stifter fürchtet dennoch nicht, dass „dieses Kapitel der europäischen Geschichte“ aus dem Gedächtnis gelöscht wird. Es zeichne sich ein neuer Trend ab: „Mit der dritten Generation kommt das Interesse zurück.“ Während die zweite Generation aufgrund der historischen Bedingungen - „Es war früher nicht gut, sich als Vertriebener zu outen“ , so Stifter - fast völlig ausfiel, interessiere sich die Generation der Enkel wieder für Geschichte: Von den derzeit 105 Mitgliedern des Kreisverbands Weilheim-Schongau sei etwa ein Drittel neu eingetreten. Die Ortsgruppe Peiting-Schongau verzeichne 19 Neumitglieder, die in Weilheim 15.

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